Arbeitslosenquote sinkt wegen Saisoneffekt

Arbeitslosenquote sinkt wegen Saisoneffekt

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Zwar hat die Arbeitslosenquote hat im März überraschend deutlich abgenommen, denn der Rückgang macht sich in sämtlichen Branchen und Regionen bermerkbar. Die Gründe dafür sind aber ausschliesslich saisonaler Natur.

So nahm die saisonbereinigte Quote gegenüber Februar um 0,1 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent zu. Dies geht aus den aktuellen  Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) hervor. Damit hat der saisonale Effekt die konjunkturelle Entwicklung überkompensiert. Dies zeigt sich vor allem bei der Jugendarbeitslosigkeit: Die Quote bei den 15- bis 24-jährigen sank vom 1. März bis zum 31. März um 0,2 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent. In absoluten Zahlen entspricht dies einem Rückgang um 1584 Personen (-7,7 Prozent). Die Jugendarbeitslosigkeit reagiert jeweils besonders stark auf saisonale Veränderungen. Dies, weil bei den temporären Anstellungen der Anteil der 15- bis 24-jährigen traditionell hoch ist.

Wie Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit im Seco, erklärt, wird sich dieser saisonale Effekt noch bis in den Juni oder Juli hinein fortsetzen:  Alles in allem habe das Risiko arbeitslos zu werden leicht abgenommen, die Dauer der Arbeitslosigkeit jedoch leicht zugenommen. Ohne saisonale Effekte sank die Arbeitslosenquote von Februar auf März um 0,1 Prozentpunkte auf 3,6 Prozent. Die Zahl der bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren RAV registrierten Personen betrug Ende März 155'324, das waren 6093 weniger als noch im Februar. Zürcher interpretiert diese Zahlen als überraschend positiv. Der Rückgang sei stärker ausgefallen als erwartet. Im Vorjahresvergleich erhöhte sich die Arbeitslosigkeit allerdings um 10'216 Personen (+7,0 Prozent)

Ob sich der Frankenschock auf die strukturelle Arbeitslosigkeit auswirkt, ist schwierig zu sagen. Man kann laut Zürcher gegebenenfalls Langzeitarbeitslosigkeit als strukturelle Arbeitslosigkeit interpretieren. Bei den Personen, die länger als ein Jahr arbeitslos sind, zeige sich aber keine signifikante Veränderung. (mai/sda)