Am Wochenende wird wieder gespielt

Am Wochenende wird wieder gespielt

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Teaserbild-Quelle: Stadt Zürich, Juliet Haller
Anfangs Februar brachten Routineuntersuchungen am Letzigrundstadion einen Riss in einem der stählernen Dachträger zu Tage. In der Folge wurde das Dach mit einer Stütze verstärkt und das Stadion geschlossen. Nun kann am Sonntag wieder wieder gespielt werden.
 
 
 
Gute Nachrichten für Fussballfans: Das Spiel FCZ – FC Luzern findet wie geplant am 7. März im Zürcher Letzigrund statt. Auch alle späteren Spiele der Saison werden laut dem Zürcher Hochbaudepartement im Letzigrund gespielt werden können.
 
Bis nächsten Samstag sollen sämtliche 31 Dachträger des Stadions Letzigrund durch je eine provisorischn Stütze gesichert werden. Damit ist laut Medienmitteilung des Stadtzürcher Hochbaudepartements das Dach des Stadions ausreichend gesichert; und zwar so, dass jegliches Sicherheitsrisiko ausgeschlossen werden könne. Voraussichtlich Ende Juli werden alle Stützen wieder abgebaut und das Dach soll bis dahin saniert sein. Abgesehen von den Spieltagen bleibt das Stadion für das Publikum bis Ende Juli geschlossen. Der Trainingsbetrieb sei nur eingeschränkt möglich, heisst es weiter in der Medienmitteilung.
 
Am 8. Februar war das Stadion Letzigrund aus Sicherheitsgründen geschlossen worden. Nachdem man bei Routineuntersuchungen in der Dachkonstruktion ein Riss entdeckt hatte, wurde das Dach des Stadions mit einer Stütze verstärkt. Während der weiteren, aufwändigen Untersuchungen gelangten verschiedene Baumängel ans Licht: Zusätzlich zum bekannten Riss ist gemäss dem Hochbaudepartement stellte man an kritischen Stellen Korrosion fest. Diese müsse sofort behandelt werden. Ebenfalls behandelt werden müssen verschiedene Material- und Ausführungsunregelmässigkeiten, die allerdings noch weiterer Untersuchungen bedürfen.
 
Andrea Holenstein, stellvertretende Kommunikationsleiterin des Hochbaudepartementes, sprach auf Anfrage der SDA von "gravierenden Mängeln". Gemäss Holenstein sind bei Stahlträgern auch "Schlackenverunreigungen" entdeckt worden, die zu Materialermüdungen führen könnten. Solche Verunreinigungen könnten bei der Stahlherstellung entstehen. Nach der ersten Bestandesaufnahme sollen die bautechnischen Mängel noch detaillierter untersucht werden. Auch die Schweissnähte an der Dachkonstruktion werden unter die Lupe genommen. „Wir müssen auf Nummer sicher gehen", so Holenstein.
 
Alle Beteiligten gingen davon aus, dass die Dachkonstruktion bis im Juli mit geeigneten Massnahmen verbessert werden müsse, schreibt das Hochbaudepartment. Das Stadiondach werde bis Ende Juli saniert und die Stützen sollen bis dahin ebenfalls wieder entfernt werden. Verläuft alles nach Plan, wird die «Weltklasse Zürich» wird am 19. August ohne provisorische Stützen stattfinden.
 
Die Stadt Zürich hat bei der Totalunternehmerin Implenia eine Mängelrüge deponiert. Wie das Hochbaudepartement mitteilt, verfügt die Stadt über eine Garantie bei der Totalunternehmerin. Andrea Holenstein dazu: „"Wir sind der Meinung, dass solche Mängel nach drei Jahren nicht auftreten dürfen und die Implenia die Sanierung auf ihre Kappe nehmen muss", stellte Holenstein fest.“ (mai/sda)