Am See und in der Stadt steigen die Preise weiter

Am See und in der Stadt steigen die Preise weiter

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Um den Zürichsee und in der Stadt Zürich klettern die Preise für Wohneigentum weiter in die Höhe. Hingegen zeigt die Preisentwicklung im restlichen Kantonsgebiet deutlich nach unten. Dies zeigt der Zürcher Wohneigentumsindex (ZWEX) des dritten Quartals 2009.
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Sommeridylle am Zürichsee.
 
 
Im dritten Quartal 2009 verzeichnete der ZWEX für die Seegemeinden und die Stadt Zürich ein Plus von 2,9 Prozent und liegt nun bei 111,17 Punkten. Im Vergleich zum Vorjahresquartal bedeutet dies sogar eine Zunahme von 8,2 Prozent.
 
In den übrigen Regionen des Kantons sinken die Preise, wie die von der ZKB veröffentlichten Zahlen zeigen. Der ZWEX REGIO verzeichnet für das dritte Quartal ein Minus von 2,5 Prozent. Er steht jetzt noch bei 111,67 Prozent. - Insgesamt steigen die Preise für Wohneigentum aber im Kanton Zürich somit immer noch an, allerdings viel weniger schnell als beispielsweise zu Jahresbeginn. (sda)
 

Stadt kann wenig ausrichten

Eines von den steigenden Preisen betroffenen, seeufernahen Gebieten ist das Seefeldquartier. Während der vergangenen Jahre avancierte das Seefeld vom mittelständischen Wohnquartier zum Luxusquartier. Die beiden Stadtteile bieten fast alles was ein ideales Wohnquartier ausmacht: Sie sind grün und gut mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen. Wer hier heute seine Wohnung verliert und in der Nähe einen bezahlbaren „Ersatz“ sucht wird in den wenigsten Fällen fündig. Ähnliches gilt für Wollishofen.
 
In einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Tages-Anzeigers spricht Stadtbaumeister Patrick Gmür darüber. Für das, was im Seefeld geschehe, brauche es auch einen Markt und der sei in Zürich vorhanden, erklärt Gmür. Man habe viele Finanzfachleute, viele Kulturschaffende und Adademiker, die seit der Bologna-Reform vermehrt an die Zürcher Hochschulen kommen. Dies seien alles Leute, die hochqualifiziert seien und entsprechende gut verdienen würden. Und natürlich wollten sie schön wohnen. Weil die Stadt etwa kein Bauland im Seefeld besitzt könne sie dort wenig ausrichten. Gmür befürchtet, dass das Seefeld noch viel exklusiver werden wird, wenn die Stadt nicht einschreitet. Die Investoren hätten das Seefeld und Wollishofen entdeckt, führt er aus. Die Stadt müsse Überzeugungsarbeit leisten, so Gmür weiter und erwähnt als Beispiel das ebenfalls trendige Gebiet Zürich West. Die Stadt habe hier im kooperativen Planungsverfahren zusammen mit den Bauherren viele gute Lösungen ausgearbeitet. Laut Gmür wird auch Schwammendingen, das an der Peripherie der Stadt liegt, attraktiver, wenn die Autobahn ganz eingehaust und das Lärmproblem gelöst ist. (mai)