Alles soll fliessen…

Alles soll fliessen…

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Teaserbild-Quelle: Pixelio/Rainer Sturm
In einer gemeinsamen Studie haben die Kantone Aargau und Zürich mit dem Bund den Strassenverkehr im Limmattal analysiert. Wie die Untersuchung ergab, sind vor allem Massnahmen bei der A1 sowie bei verschiedenen Verkehrsknoten gefordert. Ein Ausbau der A1 auf acht Spuren steht derzeit nicht zur Debatte.
 
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Mit verschiedenen Massnahmen sollen Verkehrsprobleme eingedämmt werden.
 
Das Limmattal ist eines der dynamischsten Entwicklungsgebiete im Grossraum Zürich. Es umfasst sowohl Siedlungsgebiete auf Zürcher als auch auf Aargauer Seite. Das Verkehrsaufkommen auf den Hauptverkehrsachsen ist relativ hoch. Dabei bewältigt die A1 die Hauptlast des Verkehrsaufkommens. Verringern wird sich dieses voraussichtlich nicht. Denn die Erschliessung neuer Einkaufs-, Gewerbe- und Wohngebiete, aber auch die Siedlungsverdichtungen sowie der Bau des Containerumschlagplatzes Gateway Limmattal stellen in naher Zukunft Herausforderungen an das Strassennetz. Schon heute bestehen Engpässe: etwa auf der A1 und auf einigen Aargauer und Zürcher Kantons- und Gemeindestrassen.
 
Darum haben Bund und Kantone die Verkehrssituation analysiert und anhand von Verkehrsmodellberechnungen auch die künftigen Problemstellen heraus kristallisiert. Neben den Anschlüssen an die Autobahn A1 betrifft dies laut der Studie insbesondere die Verkehrsknoten an der Mutschellenstrasse in Dietikon, die künftig in Stosszeiten überlastet sein werden. Daneben stellt die Studie verschiedene Massnahmen vor: sie zeigt neben Anpassungen an den Autobahnanschlüssen und an der Mutschellenstrasse verschiedene Lösungen für Verkehrsknotenpunkte im gesamten Untersuchungsraum auf. Spurausbauten aber auch separate Busspuren sollen den Verkehr verflüssigen und den Buslinien ermöglichen, die Fahrpläne einzuhalten.

Hoffnungsträgerin Limmattalbahn

Das aus der Studie abgeleitete Verkehrskonzept soll einerseits die Erschliessung bestehender und neuer Nutzungen im Limmattal sichern, andererseits soll es helfen, den Verkehr optimal zu führen. Insbesondere müsse darauf geachtet werden, dass in dem Gebiet vor allem Firmen und Angebote angesiedelt werden, deren Verkehrsbedürfnisse sich mit dem öffentlichen Verkehr abdecken lassen, heisst es in der Medienmitteilung des Amtes für Verkehr des Kantons Zürich. Grosse Hoffnungen setzen die Planer werden in die Limmattalbahn: 2016 sollen die Bauarbeiten starten, 2019 soll sie in Betrieb gehen. Der Bau dieser Strassenbahn werde Entlastung bringen und sei deshalb unabdingbar, betonte Peter G. Schütz, Leiter Abteilung Verkehr des Kantons Aargau anlässlich einer Medienkonferenz zur Verkehrsstudie.

Keine acht Spuren

Während der kommenden Jahre steht für den Bund der Ausbau der Nordumfahrung Zürich auf sechs Spuren und die Erstellung einer dritten Tunnelröhre am Gubrist. Damit werde ein Engpass auf einem der problematischsten Abschnitte im Nationalstrassennetz beseitigt, so Erwin Wieland, Vizedirektor des Bundesamtes für Strassen (Astra). Ein weiterer Ausbau der A1 im Limmattal auf acht Spuren erachtet man allerdings aus heutiger Sicht als fachlich und finanziell nicht sinnvoll. Denn mit weiteren Spuren wäre laut Schütz eine vierte Tunnelröhre am Baregg wohl unausweichlich. (mgt/mai)