Alfred Eschers Grabmal wurde restauriert

Alfred Eschers Grabmal wurde restauriert

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Teaserbild-Quelle: zvg

Direkt beim Eingang des Friedhofs Manegg in Zürich-Wollishofen befindet sich ein prominentes Grab: Alfred Escher, Initiator der Gotthardbahn, hat hier seine letzte Ruhe gefunden. Nun wurde das Grabmal restauriert.

Wie kaum sonst jemand hat Eisenbahn- und Wirtschaftspionier Alfred Escher (1819–1882) die Entwicklung der Schweiz im 19. Jahrhundert geprägt.  Sei es als etwa Gründer und Führer der Schweizerischen Nordostbahn, Initiator der Gotthardbahn, Mitbegründer des Eidgenössischen Polytechnikums und späteren ETH oder der Schweizerischen Kreditanstalt. Somit gibt es kaum einen passenderen Ort als der Platz vor dem Zürcher Hauptbahnhof, um an ihn zu erinnern: Und hier blickt er auch nunmehr seit 127 Jahren als monumentale Bronzefigur über das Verkehrsgetümmel.

 Auch seine letzte Ruhestätte findet sich in Zürich. Ursprünglich war er auf dem Friedhof Enge beigesetzt worden. Als aber die linksufrige Zürichseebahn gebaut wurde, musste der Friedhof geräumt werden. Die Kirchgemeinde beantragte deshalb bei der Stadt, das Grab zu verlegen – und so befindet es sich seit 1918 auf dem Friedhof Manegg. Die letzten beinahe hundert Jahre haben Spuren an Eschers Grabmal hinterlassen. Die Stadt es darum nun restaurieren lassen: Die Grabplatte samt Inschrift wurde von Moos und Flechten befreit und ausgebessert. Und das gotisch inspirierte Eisengeländer um das Grab wurde wieder instandgesetzt, damit Familienwappen und der Efeukranz wieder zur Geltung kommen.

Alfred Escher ist übrigens nicht der einzige prominente Name, den man auf dem Friedhof in Wollishofen antrifft: Unter anderem sind hier auch der Schriftsteller Friedrich Glauser, Filmregisseur Kurt Gloor, Verleger Theo Pinkus und der Arzt Maximilian Oskar Bircher-Benner, der Erfinder des Birchermüeslis, begraben. (mai)