Ältestes Panoramabild der Welt restauriert

Ältestes Panoramabild der Welt restauriert

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Das Panorama erstrahlt in neuem Glanz...

Pünktlich zu seinem 200. Geburtstag erstrahlt das älteste Rundbild der Welt in neuer Farbenpracht: Das Thun-Panorama wurde aufwendig restauriert. Zudem wurde die Rotunde, in der das Gemälde seit 1961 präsentiert wird, während der vergangenen 13 Monate um einen Anbau mit Laden, Kaffee und Ausstellungsflächen erweitert. Kommendes Wochenende wird der Pavillon wieder eröffnet.

Das 38 Meter lange und 7,5 Meter breite Rundbild wurde zwischen Mai und August aufwendig restauriert. Die Arbeit bestand zunächst darin, die Trägerkonstruktion zu richten, Schutzfirnis und frühere Retuschen zu entfernen sowie das Gemälde zu reinigen. Damit liessen sich Schäden aus der Zeit vor und nach 1950, als Werk insgesamt drei Mal im Freien ausgerollt worden war, sichtbar machen. Mit Acrylfarbe, die sich wieder entfernen lässt,  wurden alle Fehlstellen im Ölgemälde retuschiert. In einem letzten Schritt trug das Restauratorenteam um Michel Fischer einen Schutzfirnis auf.

Der Rotunden-Anbau erforderte laut Medienmitteilung der Stadt Thun eine „architektonisch hoch stehende Lösung“.  Dies wegen der „denkmalpflegerisch und landschaftlich sensiblen Lage“  im Schadaupark, unweit des Schlosses Schadau.  Das Projekt stammt aus der Feder der  Graber & Steiger Architekten  aus Luzern und des Thuner Büros Gassner & Leuenberger. Der

 Anbau nehme mit seinem schwungvollen Grundriss einerseits die Rundungen der Rotunde auf, andererseits bildee er mit seinen Glasfronten und seiner Offenheit einen Gegensatz zu ihrer verhüllenden und beschützenden Struktur, teilt die Stadt dazu mit.

Die Sanierung der Backstein-Rotunde war besonders anspruchsvoll. Dies lag unter anderem daran, dass erdbebensicherheitstechnische Auflagen erfüllt werden und dem Hochwasserschutz Rechnung getragen werden mussten, stand doch der Schadaupark bereits mehrmals unter Wasser.  Schwierig gestalteten sich die Arbeiten auch wegen der engen Raumverhältnisse zwischen Rundbild und Aussenwänden. Und nicht einfach waren laut Stadt auch Bau und Montage der neuen Lichtkuppel. (mai)