Adelboden: Bau des Alpenbads ist gescheitert

Adelboden: Bau des Alpenbads ist gescheitert

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In Adelboden BE wird es kein öffentliches Bad samt Fünfstern-Hotel geben. Die Baubewilligung ist erloschen, das Baurecht geht zurück an die Gemeinde. Was nun mit dem Areal geschieht, ist noch offen.

Auf dem Areal Nevada im Ortszentrum von Adelboden stand bis 1996 das Hotel Nevada. Es wurde durch einen Brand zerstört, weshalb man einen Neubau plante. Zehn Jahre später wurde die Idee eines Luxushotels mit Bäderlandschaft präsentiert, entwickelt von der Swiss Spa Group AG. Die Gemeinde erteilte die Baubewilligung 2009. Kuwaitische Investoren wollten sich dann um das Geld für das 140-Millionen-Projekt kümmern. Stattdessen zogen sie sich 2010 zurück. Es folgten mehrere Überarbeitungen – sowohl Reduzierungen als auch Erweiterungen.

Im Jahr 2014 stieg die Innovafina Development AG als Investorin ein. Die Projektentwicklerin wollte ein öffentlich zugängliches Bad sowie ein Fünfstern-Hotel mit 200 Betten und Kongressräumen realisieren. Wie es in einer gemeinsamen Medienmitteilung des Unternehmens und der Gemeinde Adelboden heisst, konnte sie immerhin das nötige Geld für den Abbruch der zum Areal gehörenden Liegenschaften – eine alte Curlinghalle, ein Eisfeld und ein Schwimmbad – auftreiben und hat die Arbeiten Ende Juni abgeschlossen. Das Terrain ist planiert. Damit hätte die Bäderlandschaft gebaut werden können. Passiert ist aber nichts, und jetzt ist die Baubewilligung endgültig erloschen, wie es heisst. Das Areal war von der Gemeinde im Baurecht abgegeben worden. Nun fällt es wieder an sie zurück. Damit werde das Alpenbad in der ursprünglich von den Investoren beabsichtigten Form leider nicht realisiert werden können, heisst es im Communiqué. Die Innovavina Development AG sei mit dem Heimfall einverstanden. Die Modalitäten der Rückübertragung, die auch die Abgeltung der Abbruchkosten umfassen, werden in Kürze verhandelt.

Was jetzt aus der Brache wird, ist noch unklar. Der Gemeinderat will nach der Rücknahme des Baurechts über die weitere Planung und Nutzung beraten. (pd/mt)