Abgrundtiefes Vergnügen am Thunersee

Abgrundtiefes Vergnügen am Thunersee

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Teaserbild-Quelle: Marcel Müller
In luftiger Höhe von bis zu 178 Metern spannt sich die Panoramabrücke, die Sigriswil und Aeschlen miteinander verbindet, über die ­Gummischlucht. Vor wenigen Wochen eröffnet ist das filigrane Bauwerk bereits zur Attraktion avanciert.
 
 
 
Das gilt nicht nur für die Basejumper, die sich dort in die Tiefe stürzen, sondern auch für Wanderer. Ihretwegen stiess die Hänge­brücke an besonders sonnigen Wochenenden bereits an ihre Kapazitätsgrenzen; sie kann eine Last von maximal 84 Tonnen tragen, was etwa 1200 ­Personen mit einem Körpergewicht von jeweils 70 Kilogramm entspricht. Der Andrang wird die Gemeinden freuen: Auswärtige müssen einen Obolus von acht Franken entrichten – sofern sie über 16 Jahre alt sind und nicht in einem der Hotels in Sigriswil nächtigen. Über dessen ­Bezahlung wachen sogenannte Ranger. Der Wegzoll wird damit begründet, dass die ­Brücke nicht Bestandteil des öffentlichen Hauptwanderwegnetzes ist und darum ohne Steuergelder finanziert werden muss.
 
Das spektakuläre Bauwerk ist übrigens Teil ­eines grösseren Projekts: Rund um den Thunersee soll in den nächsten Jahren der Brückenweg entstehen. Mit der Hängebrücke ist im ­vergangenen Monat die zweite in Betrieb gegangen. Vier Querungen werden noch gebaut, sie sind bereits projektiert. (mai)

46.679594, 7.630692