Abfuhr für einzige Beschwerde gegen Zürcher Kunsthauserweiterung

Abfuhr für einzige Beschwerde gegen Zürcher Kunsthauserweiterung

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Der Erweiterungsbau des Zürcher Kunsthauses ist auf gutem Weg: Die Stiftung Archicultura, die sich mit einer Einsprache gegen den Neubau gewehrt hatte, ist dazu gar nicht legitimiert. Dies hat das Baurekursgericht entschieden.  
 
Die Luzerner Stiftung für Orts- und Landschaftsbildschutz Archicultura hatte gegen den Erweiterungsbau des Museums Einspruch erhoben. Für die Stiftung ist David Chipperfields Bau für seine Umgebung viel zu gross. Für sie ist er ein „undifferenzierter Klotz“, der viel zu gross für den Pfauenplatz ist. Aber nun hat das Baurekursgericht der Stiftung die Legitimation für einen Rekurs abgesprochen. Der Grund: Die Stiftung sei mangels einer erkennbaren räumlichen Beziehung zum Bauvorhaben und mangels Nachweis einer gesamtkantonalen Tätigkeit nicht zur Beschwerde legitimiert, begründet das Gericht seinen Entscheid. Deshalb sei auf den Rekurs nicht einzutreten.
 
Ob die Stiftung die Beschwerde weiterzieht, zeigt sich erst noch. Wegen der laufenden Gerichtsferien dauert die Frist bis Mitte September. Derweil führt das Amt für Hochbauten die Planung der Kunsthaus-Erweiterung fort. Der Baubeginn im letzten Quartal 2013 vorgesehen. Laut Medienmitteilung des Amts sind die Stadt, die Zürcher Kunstgesellschaft und die Stiftung Zürcher Kunsthaus überzeugt, dass die wesentlichen Argumente gegen das Erweiterungsprojekt bereits in früheren Verfahren, wie etwa dem Gestaltungsplan, behandelt worden sind und dass eine entsprechende Beschwerde nicht aussichtsreich ist.
 
Die Archicultura gibt es seit 1996; die Stiftung mit Sitz in Luzern ist in der ganzen Schweiz tätig und laut eigenen Angaben in 13 Kantonen vertreten. Sie engagiert sich für „intakte Orts- und Landschaftsbilder“ und für „die Verhinderung von Verunstaltungen und architektonischem Chaos“. (mai)