ABB baut Seekabelverbindung in Schottland

ABB baut Seekabelverbindung in Schottland

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Künftig soll ein Seekabel die Stromnetze der beiden Seiten des Moray Firth im Nordosten Schottlands miteinander verbinden. Allerdings ist dieses nur ein Bestandteil eines  rund 800 MillionenUS-Dollar schweren Projekts der Scottish Hydro Electric (SHE) Transmission plc, für welches die ABB den Zuschlag erhalten hat.

Bei dem Projekt handelt es sich um eine Anlage zur Hochspannungsgleichstrom-Übertragung (HGÜ, englisch HVDC). Neben den See- und Erdkabeln mit einer Gesamtlänge von fast 160 Kilometern umfasst das Bauvorhaben die Planung, das Engineering, die Bereitstellung und Inbetriebnahme zweier landseitiger 320-Kilovolt HVDC Light-Umrichterstationen. Diejenige von Moray soll über eine  Leistung von 1'200 Megawatt verfügen, jene in Caithness über eine Leistung von  800 Megawatt. Läuft alles nach Plan, nimmt die Vebindung im 2018 den Betrieb auf.

"Wir freuen uns, dieses Grossprojekt realisieren zu dürfen. Es ermöglicht die Einspeisung grosser Mengen erneuerbarer Energien in das Netz und die Versorgung von Millionen Haushalten", wird Claudio Facchin, Leiter der Division Energietechniksysteme der ABB, in der Medienmitteilung des Energietechnik- und Automatikkonzerns zitiert. Denn der Strom, den die Leitung dereinst übertragen wird, stammt von Wind-, Wellen- und Gezeitenkraftwerken.

Die ABB hat die HGÜ-Technologie vor über 60 Jahren entwickelt und bisher 13 der weltweit 14 in Betrieb genommenen Stromleitungen dieser Art bereitgestellt.  - Die HVDC Light-Technologie komme immer häufiger zum Einsatz, teilt der Konzern mit. Etwa bei der Anbindung entfernt gelegener Quellen aus erneuerbaren Energien, bei grenzüberschreitenden Verbindungen oder auch bei der Versorgung von Offshore-Öl- und Gasplattformen mit Festlandstrom sowie bei der innerstädtischen Versorgung. (mai)