Ab in den Tunnel mit dem Transitverkehr

Ab in den Tunnel mit dem Transitverkehr

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Der Stau auf der A2 in Basel wird immer schlimmer. Ein neuer Rheintunnel soll den Verkehr entlasten. Wer das bezahlt, ist allerdings noch unklar.

Die A2 im Raum Basel ist chronisch überlastet und braucht ein Ventil. Der Bund schlug vor vier Jahren eine oberirdische Lösung vor, welche die Parteien und Verbände empört von sich wiesen. Nun legt das Bundesamt für Strassen (Astra) eine zweite Variante vor: Der Transitverkehr soll von und nach Frankreich durch zwei Tunnelröhren unter dem Rhein hindurchgeschleust werden. Die Einfahrt Richtung Norden wie auch die Ausfahrt nach Süden sinkt laut Astra in Birsfelden ab. Die Anbindung an Frankreich wird an die Nordtangente gehängt. Man rechnet mit Kosten von rund 1,4 Milliarden Franken.

Die beiden Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft haben den neuen Vorschlag positiv aufgenommen. Parteien und Verbände sind glücklich über den Rheintunnel. Ein Wermutstropfen bleibt allerdings hängen: die Finanzierung. Wer das bezahlen soll, ist noch nicht geklärt. Der Stadtkanton geht davon aus, dass der Bund zahlt, schliesslich handelt es sich um eine Nationalstrasse. Das Astra hingegen hält fest: «Die Investitionskosten dieser Variante liegen deutlich über den Kosten der ursprünglichen Lösung mit einer oberirdischen Erweiterung.» Das Bundesamt erwartet, dass sich die Kantone an den Mehrkosten beteiligen. Vom Rheintunnel profitiere schliesslich die ganze Region. (cet)