Aarau: Weg frei für Stadionbau

Aarau: Weg frei für Stadionbau

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Teaserbild-Quelle: Visualisierung: Burkard Meyer Architekten

Über zwei Jahre hat ein Anwohner den Bau des neuen Stadions in Aarau juristisch aufgehalten. Gestern hat ihm das Bundesgericht eine für die Schweiz endgültige Absage erteilt. Nun darf am neuen Zuhause des FC Aarau gebaut werden.

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Visualisierung: Burkard Meyer Architekten
Nach einem erneuten Bundesgerichtsurteil kann der Bau des geplanten Aarauer Fussballstadions nun definitiv an die Hand genommen werden.

Bereits seit Herbst 2014 möchte man in Aarau mit dem Bau des neuen Stadions Torfeld-Süd starten, welches das altehrwürdige Brügglifeld ablösen soll. Nun hat das Bundesgericht den Weg für den Aarauer Stadionneubau freigemacht. Ein Anwohner, der in seinem Kampf gegen den geplanten Bau sämtliche juristische Mittel ausgeschöpft hat, ist in Lausanne ein letztes Mal abgeblitzt. Das höchste Gericht wies sein Revisionsgesuch ab und trat auf das Ausstandsgesuch und auf das Berichtigungsgesuch gar nicht ein.

Mit den Gesuchen hatte der Stadiongegner ein Bundesgerichts-Urteil vom 18. Mai umstossen wollen. Das Bundesgericht hatte damals die Beschwerde des Mannes gegen die Baubewilligung abgewiesen und damit den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau bestätigt.

Wird nun auch noch Strassburg involviert?

Für die Schweiz liegt nun ein rechtskräftiges Urteil vor. Jetzt könnte der Stadiongegner lediglich noch versuchen, die Sache an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Strassburg zu ziehen. Der EGMR kann zwar einen Entscheid des Bundesgerichts beanstanden, diesen aber nicht aufheben. Wird ein Rekurs gutgeheissen, dann müsste der Stadiongegner beim Bundesgericht erneut ein Revisionsgesuch einreichen.

Neues Stadion, neuer Stadtteil

In einem ehemaligen Industriegebiet östlich des Bahnhofs Aarau entsteht nun für 36 Millionen Franken das 10000 Plätze zählende Fussballstadion Torfeld-Süd. Im Mantel des neuen Stadions sollen ein Einkaufszentrum sowie Büros, Wohnungen und Räume für Detailhandel und Gastronomie untergebracht werden. Zusammen mit dem neuen Fussballstadion wird im Gebiet Torfeld Süd für 170 Millionen Franken ein völlig neuer Stadtteil gebaut. (sda/gd)