600-Millionen-Projekt in Wallisellen (ZH)

600-Millionen-Projekt in Wallisellen (ZH)

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Teaserbild-Quelle: zvg
Auf dem Walliseller Richti-Areal erfolgte der Spatenstich zu ersten Etappe der 600-Millionen-Überbauung. Als erstes wird ein Büroturm mit einem dazugehörigen Flachbau errichtet. Bis 2014 soll hier Wohnraum für 1200 Menschen entstehen, des Weiteren sollen 2'500 Arbeitsplätze unterkommen.
 
 
Für die Gemeinde markiere der Tag «einen bedeutenden Meilenstein», betonte der Walliseller Gemeindepräsident Otto Halter anlässlich einer Medienkonferenz. Ein unansehnlicher Fleck der Gemeinde verschwinde. «Ich freue mich auf einen Brückenschlag zwischen dörflichem und urbanem Wallisellen.»
 
Die «dörfliche Tradition mit der städtischen Entwicklung zu verbinden», sei zwar keine einfache, aber eine «wunderbare» Aufgabe, betonte Vittorio M. Lampugnani vom Mailänder Studio die Architettura; er ist Architekt und Professor an der ETH und hatte mit seinem Projektvorschlag für das Areal die Jury überzeugen können. Der Strassenraum soll gemäss den Architekten die urbane Atmosphäre widerspiegeln, während die Innenhöfe der Gebäude für das Ländliche stehen. Deshalb sind kleine Parkanlagen und begrünte Dächer sowie Arkaden vorgesehen. Insgesamt soll das Richti-Areal Wohnraum für 1'200 Personen und 2'500 Arbeitsplätze bieten.

Büroturm für Versicherungsriese

Im März beginnt der Bau eines 18-stöckigen, 68 Meter hohen Büroturms sowie eines sechstöckigen Flachbaus. Beide Gebäude beherbergen dereinst den Hauptsitz für der Versicherungsgesellschaft Allianz Suisse; sie wird dort mit 1500 Mitarbeitern einziehen. Das Unternehmen hat sich eine Nutzfläche von 40 000 Quadratmetern gesichert und investiert eine Bausumme von 170 Millionen Franken. Der Bezug der Allianz-Bürogebäude ist ab Sommer 2013 geplant. Der Standort Wallisellen erhielt den Zuschlag laut Allianz-CEO Manfred Knof unter anderem wegen der günstigen Verkehrsanbindung und der Nähe zur Stadt Zürich.
 
Architekt dieses Gebäudekomplexes ist der Niederländer Architekt Wiel Arets. Es sei berücksichtigt worden, dass die Angestellten nicht nur arbeiteten, «sondern auch vierzig Stunden pro Woche dort wohnen», erklärte Arets. Die Etagen seien offen gestaltet worden, weil zwischen den Mitarbeitern auf den verschiedenen Stöcken eine «Nachbarschaft» entstehen soll. Derweil verspricht sich die Allianz vom neuen Hauptsitz verspricht sich die Allianz eine «positive Arbeitskultur», sagte Knof. Kernstück des Hauses bildet ein offenes Treppenhaus, die Mitarbeiter sehen die höher und tiefer liegende Etage. Die Bauweise erlaube kürzere Entscheidungswege und führe zu einer offeneren Unternehmenskultur, hielt der CEO fest. (sda/mai)