500 Wohnhäuser ausserhalb der Bauzonen

500 Wohnhäuser ausserhalb der Bauzonen

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Jährlich werden in der Schweiz 500 Wohngebäude ausserhalb von Bauzonen errichtet. Es handelt es sich dabei vor allem um landwirtschaftliche Bauten, in denen auch gewohnt wird. Dies geht aus dem heute veröffentlichten Bericht des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE) hervor.
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Im Kanton Appenzell liegen rund die Hälfte aller Wohnbauten ausserhalb von Bauzonen.
 
 
In der Schweiz gibt es gut 2.5 Millionen Gebäude (Stand Ende 2010). Davon liegt etwa ein knappes Viertel (595’000) ausserhalb der Bauzonen. Wie erwartet befänden sich die meisten dieser Bauten in landwirtschaftlich geprägtem oder stadtnahem Gebiet, teilt das ARE mit. Denn von der Agrarwirtschaft und von historischen Streusiedlungen beeinflusste Regionen hätten naheliegenderweise höhere Anteile an Gebäuden ausserhalb von Bauzonen, heisst es in der Medienmitteilung. Auch trouristische Gemeinden wiesen teilweise hohe Anteile auf.
 
Bei seinen Erhebungen hat das ARE bei den Kantonen teils massive Unterschiede fest gestellt. So liegen in Appenzell-Innerrhoden und in Obwalden gar die Hälfte der Gebäude ausserhalb der Bauzonen. Derweil in städtischen Kantonen wie Genf oder Basel gerade mal ein Zehntel aller Gebäude auf Land stehen, das nicht zu einer Bauzone gehört.
 
Zur Entwicklung seit 2000 können laut ARE nur beschränkt Aussagen gemacht werden. Die Zahlen zeigen lediglich, dass ausserhalb der Bauzonen von einer mittleren jährlichen Bautätigkeit von schweizweit rund 500 Gebäuden mit Wohnnutzung ausgegangen werden kann. Weil sich die Bautätigkeit entsprechend dem Grundsatz der Trennung von Baugebiet und Nichtbaugebiet auf Bauzonen konzentrieren müsse, sei der der Anteil der ausserhalb liegenden Gebäude und Wohnungen stetig rückläufig, heisst es im Communiqué des ARE. (mai/mgt)