500 Bäume für Recht und Ordnung

500 Bäume für Recht und Ordnung

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Im Norden von Paris soll ein neuer Justizpalast zu stehen kommen. Besonders ist nicht nur die Form des 160 Meter hohen Gebäudes, sondern auch die begrünten Dachgärten, auf denen nicht weniger als 500 Bäume wachsen sollen.
 
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Der 160 Meter hohe Wolkenkratzer von Renzo Piano setzt sich aus drei übereinander liegenden Einheiten zusammen.

Vor rund 40 Jahren wurde das Centre Pompidou in Paris eröffnet. Entworfen hatte es Renzo Piano. Nun verewigt sich der italienische Stararchitekt in der Seine-Metropole ein weiteres Mal: mit dem Justizpalast, der im Norden der Stadt zu stehen kommt. Er besteht aus einem schmalen, 160 Meter hohen Wolkenkratzer, der sich aus drei übereinander liegenden Einheiten zusammensetzt. Sie sind wie auf die Kante gestellte Bücher aufeinander getürmt. Getrennt werden die drei Bereiche durch üppig begrünte Dachgärten, auf denen insgesamt 500 Bäume wachsen sollen.

«Sie sorgen für eine entspannte Atmosphäre sowie für ein angenehmes Umfeld für Gespräche und bieten Rückzugsmöglichkeiten zum Nachdenken», erklärt dazu Piano. Zudem werden die im rund 545 Millionen Euro teuren Glasbau geplanten 90 Gerichtssäle so angelegt, dass sie möglichst alle über natürliches Licht verfügen und von überall her im Gebäude innert weniger Minuten erreichbar sind. Daneben wird bei dem Turm auf Nachhaltigkeit Wert gelegt: Unter anderem sind eine natürliche Belüftung, Photovoltaikpanels und die Nutzung von Regenwasser vorgesehen.

Läuft alles noch Plan, geht das Public-Private-Partnership-Projekt im 2017 in Betrieb. (mai)