50 Millionen Euro für längste Seilbahn der Welt

50 Millionen Euro für längste Seilbahn der Welt

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Teaserbild-Quelle: Visualisierungen SN/ARGE BauCon-Hasenauer-AIS

Die Bauarbeiten an der neuen Eibsee-Seilbahn auf die Zugspitze laufen planmässig. Kürzlich wurde Deutschlands höchster Baukran auf 2950 Metern über Meer montiert. Überhaupt bricht das Grossprojekt der Zugspitzbahn Bergbahn AG Rekorde.

Die neue Eibsee-Seilbahn auf Deutschlands höchsten Berg wird ein Meisterstück, kann sie doch gleich mit drei Rekorden aufwarten: mit 127 Metern der weltweit höchsten Pendelbahnstütze, dem weltweit grössten Gesamthöhenunterschied von 1945 Metern in einer Sektion sowie dem weltweit längsten Spannfeld mit 3213 Metern, heisst es in einer Mitteilung.

Enger Zeitplan

Einen ersten Meilenstein konnte die Betreiberin, die bayrische Zugspitzbahn Bergbahn AG, im Juni verzeichnen: die erfolgreiche Montage von Deutschlands höchstem Baukran auf 2950 Metern. Gerade in den letzten Zügen befindet sich die Errichtung der Materialseilbahn für das Baufeld Bergstation. Noch in diesem Jahr werden Felsabtragungsarbeiten, Ankerbohrungen und Betonarbeiten im Bereich der Gipfelstation durchgeführt. Nächstes Jahr liegt der Fokus auf Arbeiten an der Bergstation sowie der Errichtung der neuen Talstation. Im Bereich der neuen Seilbahnstütze werden ausserdem Erd- und Betonarbeiten ausgeführt.

Im letzten Baujahr, 2017, werden die alte Talstation und die alten Stützen rückgebaut beziehungsweise abgebrochen. Ausserdem geht’s an den die Fertigstellung der Bergstation und die Errichtung der Seilbahnstütze.

Freie Sicht ist Trumpf

Die neue Seilbahn wird einiges zu bieten haben: So ist zum Beispiel die Talstation komplett barrierefrei. Sie umfasst ausserdem auf nur einer Ebene den Zu- und Abgang zu den Kabinen – zwei an der Zahl mit einem Fassungsvermögen von je 120 Personen – sowie einen grosszügigen Eingangsbereich mit freier Sicht auf den Eibsee und die Zugspitze. In der Bergstation wird es wie bisher drei Gästeebene mit Zugang zur Gletscherbahn, gastronomischen Einrichtungen und der Gipfelterrasse mit Panoramablick geben. Die Besucher kommen ausserdem in den Genuss von verglasten Bahnsteigen. Auf der Südseite des Gebäudes entsteht ausserdem ein verglastes Treppenhaus.

Die Betreiberin geht von einem Gesamtprojektvolumen von 50 Millionen Euro aus. Heute sind bereits 69 Prozent der Baukosten vergeben.

Als Partner fungieren mehrere Unternehmen: die Seilbahntechnik liegt in den Händen von Doppelmayr/Garaventa. Die Generalplanung hat die ARGE BauCon-Hasenauer-AIS übernommen, die Baumeisterarbeiten werden von Geo Alpinbau ausgeführt. (pd/mt)