3,5 Milliarden für Bahninfrastruktur

3,5 Milliarden für Bahninfrastruktur

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Während die SBB der Ansicht ist, dass Investitionen von 5,7 Milliarden Franken für den Ausbau der Bahninfrastruktur bis ins Jahr 2025 nötig sind, will der der Bundesrat „nur“ 3,5 Milliarden Franken locker machen..
 
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Schneller von Bern nach Lausanne: die SBB will die Strecke zwischen den beiden Städten ebenfalls ausbauen.
 
Damit die Fahrzeit zwischen Zürich und Bern von heute 56 auf künftig 45 Minuten gesenkt werden kann, muss bis 2025 ein Tunnels durch den Chestenberg im Kanton Aargau gebaut werden. Dieser Ansicht ist die SBB. Ein solches Projekt kostete gemäss einem Bericht in der „Neuen Zürcher Zeitung“ 1,8 Milliarden Franken. SBB-Sprecher Daniel Bach nannte den Tunnel auch als Hauptgrund für die Differenz zwischen den Rechnungen von Bahn und Bund.
 
Nicht in ihre Forderung zum ersten Ausbauschritt bis 2025 aufgenommen hat die SBB hingegen den Honerettunnel zwischen Mellingen und Schlieren, damit liesse sich die Fahrzeit auf der Strecke Bern-Zürich weiter verringern. Eine Verkürzung um eine Vierteilstunde sei auf jeden Fall erst nach 2030 realistisch, so Bach.

Ausbau der Strecke Bern-Lausanne

Für den Ausbau der Bahninfrastruktur hat der Bundesrat die Vorlage „Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur“(Fabi) ausgearbeitet. Die Erweiterung des Schienennetzes soll demnach in mehreren Etappen in Angriff genommen werden. Läuft alles nach Plan wird die Vorlage dem Parlament im Frühjahr 2012 als Gegenvorschlag zur VCS-Verkehrsinitiative unterbreitet. Die SBB bezeichnete die Vorlage in ihrer Vernehmlassungsantwort von letzter Woche als „positiv“; Sie wandte allerdings ein, dass für den ersten Schritt zusätzliche Ausgaben von 2,2 Milliarden Franken nötig seien, um die Engpässe zu beheben. Mit dem Bau des Chestenbergtunnel liesse sich „der dringendste Engpass im Kern des Schweizer Schienennetzes beheben“.
 
Im Gegensatz zu den Plänen des Bundes plant die SBB zusätzlich zum ersten Ausbauschritt bis 2025 die Erweiterung der Strecke Bern-Lausanne aufzunehmen, um diese für neue Doppelstock-Fernverkehrszüge mit Wankkomposition kompatibel zu machen. Angesprochen auf die unterschiedlichen Ansichten, welche Projekte in einem ersten Ausbauschritt angegangen werden sollen, sagte Bach: „Der Ball liegt jetzt wieder beim Bund.“ (mai/sda)