336 Seilbahnen abgebrochen

336 Seilbahnen abgebrochen

Gefäss: 
Nicht mehr genutzte Transportanlagen, Seilbahnen, Strom- und Telefonleitungen gefährden den bodennahen Flugverkehr. Im Rahmen ihres gemeinsamen Projekts „Remove“ haben deshalb das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (VBS) und die Rega in den vergangenen zwölf Jahren 336 solcher Anlagen rückgebaut.
 
Besonders betroffen von solchen Hindernissen sind die Piloten der Rega und der Schweizer Luftwaffe. Aber auch wer mit einem Segelflugzeug oder einem Gleitschirm unterwegs ist, für den können etwa Seile und Kabel solcher anlagen gravierende Folgen haben.
 
Bei den Anlagen, um die es im Rahmen von „Remove“ geht, handelt sich zur Hauptsache um kleinere, nicht bewilligungs- und somit auch nicht rückbaupflichtige Objekte, mit einer Höhe von weniger als 25 Metern. Laut Rega werden solche Hindernisse ohne Kosten für deren Besitzer abgebrochen. Die Arbeiten werden von Soldaten mit Fachkenntnissen in der Seilbahntechnik ausgeführt. Sie leisten ihren WK freiwillig in der entsprechenden Abteilung und brechen je nach ­Grösse der Anlagen pro WK eine oder mehrere ab. Die Rega kümmert sich um die Projektleitung und stellt jeweils die Ansprechperson auf jeder Rega-Basis. Daneben sorgt das Bundesamt für Zivilluftfahrt dafür, dass die Luftfahrthinderniskarten nachgeführt werden und Skyguide unterstützt die „Remove“ administrativ.
 
Dieser Tage baut ein Detachement aus rund einem Dutzend Armeeangehöriger im Berner Oberland die Luftseilbahn Gündlischwand-Iselten ab. (mai)


Internettipp: www.vgt.admin.ch


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Wie vorgehen…

… wenn ein Objekt abgebrochen werden soll?
Der Besitzer meldet das Abbruchobjekt der Rega-Einsatzzentrale (Telefon 1414). Die Meldung geht an die für die Region zuständige Rega-Basis und an die Logistikbasis der Armee (LBA). Das Technische Gebäudemanagement der LBA in Meiringen rekognosziert und organisiert den Abbruch, bestellt die Helikopter-Einsätze bei der Luftwaffe und reserviert Lastwagentransporte. (mgt)