300`000 Kubikmeter Fels ins Tal gedonnert

300`000 Kubikmeter Fels ins Tal gedonnert

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In Preonzo ist es über Nacht zu dem erwarteten Bergsturz gekommen. Über 300'000 Kubikmeter Fels sollen ins Tal gerutscht sein, sagte der Chef des Tessiner Forstamtes, Roland David, der Nachrichtenagentur sda auf Anfrage.
 
Der Felssturz erfolgte in Abschnitten über mehrere Stunden. Die Autobahn A2 wurde aus Sicherheitsgründen mehrfach vorübergehend gesperrt. Die grösste Gerölllawine rutschte am frühen Morgen ins Tal. Die Gesteinsmassen gelangten bis auf den Talboden. Die evakuierte Industriezone am Fuss des Hangs ist aber vermutlich verschont geblieben. Nach Angaben von Roland David seien bisher noch keine Schäden an den Gebäuden entdeckt worden. Genauere Untersuchungen vor Ort müssten aber noch gemacht werden.
 
Die Zone gelte weiterhin als Gefahrengebiet. Der Zutritt sei verboten. Die Kantonsstrasse zwischen Gnosca und Preonzo bleibe gesperrt. "Wir müssen heute erst einmal die Situation am Hang überprüfen. Bisher lassen sich noch keine Aussagen über die geologische Situation machen", sagte David. Der Abbruch sei mit 300'000 Kubikmetern Fels in der erwarteten Dimension erfolgt. In Bewegung gewesen seien insgesamt bis zu 800'000 Kubikmeter Gesteinsmasse. Der Forstamt-Chef zeigte sich erleichtert über den Verlauf des Ereignisses. Die Tatsache, dass die Felsmassen in kleineren Portionen abrutschten, habe vor grösseren Schäden bewahrt. (sda)