225 Quadratkilometer belasteter Boden

225 Quadratkilometer belasteter Boden

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: zvg
In der Schweiz gibt es 38'000 belastete Standorte, die insgesamt einer Fläche von der Grösse des Kantons Zug entsprechen. Wie eine Auswertung des Bundesamts für Umwelt (Bafu) zeigt, sind es weniger Standorte als bislang angenommen. Basis lieferten die Daten der entsprechenden Kataster der Kantone und Bundesstellen.
 
zvg
Quelle: 
zvg
Geografische Verteilung der belasteten Standorte in der Schweiz: jeder Punkt entspricht einem belasteten Standort.
 
 
Aufgrund der laut Bafu „zwangsläufig groben“ Abschätzung rechnete man mit bisher mit zu 50‘000 belasteten Standorten. Die effektive Anzahl ist mit 38'000 Standorten aber ein gutes Viertel kleiner. Davon handelt es sich bei etwa 40 Prozent um Ablagerungsstandorte und bei knapp 50 Prozent um Betriebsstandorte. Zirka 9 Prozent entfallen auf Schiessanlagen und das verbleibende knappe eine Prozent auf Unfallstandorte. Die Gesamtfläche der belasteten Standorte beträgt 225 Quadratkilometer, dies entsprricht ungefähr der Fläche des Kantons Zug entspricht.
 
Rund zwei Drittel der belasteten Standorte liegen gemäss Bafu „erwartungsgemäss“ im Mittelland, wo Besiedlung und wirtschaftliche Tätigkeit am intensivsten sind. Gleichzeitig befinden sich hier aber auch die grossen Wasservorkommen der Schweiz, was einen hohen Druck auf das Schutzgut Grundwasser ergibt. Das heisst: Landesweit liegen rund 60 Prozent aller belasteten Standorte im Bereich von nutzbarem Grundwasser. Laut den zuständigen Behörden bei Bund und Kantonen müssen über 50 Prozent der belasteten Standorte nicht untersucht werden, weil keine Umweltbeeinträchtigungen zu erwarten sind. Bei weiteren 10 Prozent aller Standorte hat sich bei den bereits erfolgten Untersuchungen heraus gestellt, dass weder Überwachungs- noch Sanierungsbedarf bestehen. Somit sind bei über zwei Dritteln aller belasteten Standorte keine weiteren Vorkehrungen notwendig.

5 Prozent werden überacht und 3 Prozent saniert

Bei knapp 10‘000 Standorten sind die Untersuchungen zu deren Umweltauswirkungen noch am Laufen oder werden in den nächsten Jahren vorgenommen. Aufgrund der bereits vorhandenen Untersuchungsresultate werden rund 5 Prozent aller Standorte überwacht und 3 müssen saniert werden. Nach Abschluss der Untersuchungen rechnet man mit insgesamt rund 4000 sanierungsbedürftigen Standorten („Altlasten"), wovon über 700 bereits saniert wurden. Insgesamt zeigten die Auswertungen ein erfreuliches Bild, teilt das Bauf mit. Zudem sei die Altlastenbearbeitung ist - auch im Vergleich zum nahen Ausland - bereits fortgeschritten. Trotzdem seien weitere grosse Anstrengungen in der Altlastenbearbeitung nötig, um die anstehenden die teils sehr kostenintensiven Projekte zu meistern.