2014 wurde weniger Energie verbraucht

2014 wurde weniger Energie verbraucht

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Im vergangenen Jahr ist in der Schweiz so wenig Energie verbraucht worden wie seit 17 Jahren nicht mehr. Der Grund ist in erster Linie das warme Wetter. Es musste weniger geheizt werden als in anderen Jahren.

Gemäss Meteo Schweiz war 2014 zusammen mit 2011 das wärmste Jahr seit Messbeginn. Entsprechend wurde weniger geheizt, wie das Bundesamt für Energie (BFE) am Donnerstag mitteilte. Der Verbrauch von Heizöl ging im Vergleich zum Vorjahr um ganze 24,7 Prozent zurück, der von Erdgas um 11,3 Prozent.

Auch mit erneuerbaren Energien - etwa Energieholz oder mit Wärmepumpen - ist weniger geheizt worden. Der Stromverbrauch nahm um 3,1 Prozent ab. Trotz der warmen Witterung zugenommen hat die Nutzung von Solarwärme (plus 8,3 Prozent).

Tiefster Wert seit 17 Jahren

Insgesamt sank der Energieverbrauch gegenüber dem Vorjahr um 7,7 Prozent auf noch 825'770 Terajoule. Tiefer lag der Wert zuletzt 1997. "Das Wetter ist mit Abstand der wichtigste Faktor", erklärte BFE-Sprecherin Marianne Zünd auf Anfrage. Das sehe man daran, dass es sogar andere Faktoren überlagere, die normalerweise den Energieverbrauch anwachsen lassen. Denn auch im vergangenen Jahr wuchsen die ständige Wohnbevölkerung in der Schweiz und der Wohnungsbestand an. Zudem gab es mehr Motorfahrzeuge, und das Bruttoinlandprodukt stieg.

Mehr Effizienz

Einen weiteren Grund für den Rückgang im Energieverbrauch macht Zünd in der verbesserten Effizienz neuer Fahrzeuge aus. "Der CO2-Ausstoss neuer Autos sinkt langsam." Dies spiegelt sich im Treibstoffverbrauch wider. So ging der Benzinverbrauch wie jedes Jahr seit 2001 zurück (minus 4 Prozent). Weil viele Autofahrer auf Diesel umsteigen, erhöhte sich der Dieselölabsatz um 2,5 Prozent. Dennoch ging der Treibstoffverbrauch insgesamt im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozent zurück.

Auch in der Industrie nehme die Energieeffizienz zu, sagte die BFE-Sprecherin weiter. Insgesamt dürfte zwar der Energieverbrauch bis 2050 weiter abnehmen. Dies könne aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass grundsätzlich eine Verschiebung von fossilen Energien zur Elektrizität stattfinde. (sda)