2009 war ein gutes Baujahr

2009 war ein gutes Baujahr

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Teaserbild-Quelle: Werner Müller


Im Dezember 2009 hat die Zahl der Baugesuche, verglichen mit dem Vormonat, um 29,5 Prozent abgenommen. Die Baubewilligungen und die Submissionen gingen um je 26 Prozent zurück. So dramatisch diese Abnahme auch aussehen mag, von einem Einbruch kann nicht die Rede sein: Erstens ist der Dezember wegen der Feiertage kürzer und zweitens macht die Baubranche von Ende Dezember bis Mitte Januar jeweils «Winterferien». Aus diesem Grund werden im Dezember weniger Baugesuche gestellt und Baubewilligungen erteilt. Ein etwas korrigiertes Bild ergibt sich beim Vergleich der Zahl der Baugesuche mit jener von Dezember 2008: 2721 waren es heuer, 2793 vor zwölf Monaten. Die Differenz ist so gering, dass man auch von einer stabilen Zahl sprechen kann. Die Baubewilligungen haben dagegen leicht zugenommen, von 1699 im Dezember 2008 auf 1714 im vergangenen Monat. Ebenfalls abgenommen hat die Zahl der Submissionen, allerdings nur leicht: 356 waren es im Dezember 2008 und 345 ein Jahr später.

Weit aussagekräftiger als die Monatsvergleiche, die von zufälligen Schwankungen beeinflusst sein können, ist der Gesamtvergleich zwischen den Jahren 2008 und 2009: Die Baugesuche sind im Jahresvergleich von 54 062 auf 52 628 oder um rund drei Prozent gesunken. Markanter ist der Rückgang der Baubewilligungen ausgefallen: Diese sanken von 33 456 auf 30489, also um neun Prozent. Zugelegt haben dagegen die Submissionen: Diese sind um 6,2 Prozent von 5034 auf 5346 gestiegen. In diesen Zahlen spiegelt sich einerseits der gute Verlauf der Baukonjunktur im Jahr 2009, aber auch die sich anbahnende Abkühlung, die gemäss dem vorlaufenden KOF-«baublatt»-Indikator im ersten Quartal des laufenden Jahres zu einer Schrumpfung der Bauinvestitionen um 15 Prozent und im zweiten Quartal zu einer solchen von zehn Prozent führen wird. (md)