20 Millionen Franken für neue Technologien in Zürich

20 Millionen Franken für neue Technologien in Zürich

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Der Kanton Zürich unterstützt Pilotprojekte im Gebäude-Energiebereich finanziell. Damit soll innovativen Technologien zum Durchbruch verholfen werden. Besonders das Projekt „Nest“ von der Empa soll von den Zuwendungen profitieren.
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Mit dem Projekt „Nest“ will die Empa neue Technologien für die Baubranche erforschen. Dieses Projekt will der Kanton Zürich im Speziellen fördern.

Der Kantonsrat bewilligte am Montag mit 155 Stimmen einen Rahmenkredit von 20 Millionen Franken für die Jahre 2013 und 2014. Der Beschluss unterstand der Ausgabenbremse. Nötig für die Annahme waren mindestens 91 Stimmen. Zuständig für die Vergabe der Subventionen aus dem Rahmenkredit 2013/2014 ist der Regierungsrat oder die Baudirektion. Wenn das Geld bis 2014 nicht ausgeschöpft sei, stehe es auch später zur Verfügung, erklärte Kommissionssprecher Ruedi Lais (SP, Wallisellen).

Als Schwerpunkt soll zusammen mit der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa in Dübendorf das Forschungs- und Pilotprojektzentrum „Nest“ (siehe dazu Artikel „Nest als Test“ vom 5. Dezember 2011) realisiert werden. Dafür wird die Hälfte des Geldes eingesetzt. Getestet werden sollen neuartige energieeffiziente Gebäudetechniksysteme unter Alltagsbedingungen.

Bereits heute hat der Kanton Zürich Förderprogramme für Massnahmen, um den Energieverbrauch von Gebäuden zu verringern. Dabei geht es allerdings um bereits erprobte Technologien. Mit den zusätzlichen Fördermitteln will der Kanton helfen, neue Technologien zu entwickeln und zur Marktreife zu führen.

Die in den letzten Jahren unterstützten Enegie-Massnahmen im Gebäudebereich hätten stets den „Beigeschmack der Giesskannenunterstützung“ gehabt, sagte Alex Gantner (FDP, Maur). Er sei erfreut, dass der Fokus nun wieder auf Forschung und Entwicklung liege.

Nach Fukushima-Katastrophe lanciert

Der Zürcher Regierungsrat hatte im Sommer 2011 seinen Energieplanungsbericht 2010 zurückgezogen, nachdem der Bundesrat im Mai 2011 als Folge der Fukushima- Atomkatastrophe beschlossen hatte, auf Ersatzkernkraftwerke in der Schweiz zu verzichten.

Als Sofortmassnahme für eine neue Energiestrategie lancierte die Zürcher Regierung dann die Idee des Förderprogramms für Pilotprojekte im Umfang von 20 Millionen Franken. Zudem entschied er sich für die Weiterführung der bestehenden Energie-Förderprogramme und hielt fest, die Rahmenkredite seien „möglichst vollständig auszuschöpfen“. (ffi/mgt)