13 Milliarden Lichtjahre ins All geblickt

13 Milliarden Lichtjahre ins All geblickt

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Teaserbild-Quelle: PD

Auf über 3000 Metern Höhe, auf dem Gipfel des Cerro Armazones, inmitten der chilenischen Acatama-Wüste starteten dieser Tage die Bauarbeiten für ein Projekt der Superlative: für das grösste Teleskop der Welt, das European Extremely Large Telescope (E-ELT) der Europäischen Südsternwarte (ESO).

Quelle: 
PD
Ein "Auge" für die Welt: So sieht das European Extremely Large Telescope aus.

Der Spiegel des E-ELT verfügt über einen Durchmesser von 39 Metern und soll Astronomen Blicke in 13 Milliarden Lichtjahre entfernte Galaxien ermöglichen. Zurzeit wird eine Strasse auf den Cerro Armazonas gebaut. Die ­Bauarbeiten dauern voraussichtlich 16 Monate. ­Danach wird der Gipfel für die Installation des ­Superfernrohrs vorbereitet, damit eine entsprechende Plattform eingerichtet werden kann. Die ersten Bilder soll das Teleskop laut ESO zu Beginn des nächsten Jahrzehnts liefern. 

Zurzeit läuft ein ähnliches Projekt auf Hawaiis Mauna-Kea-­Vulkan: Noch in diesem Jahr soll dort der Bau des zweitgrössten Teleskop der Welt starten, das von der University of California initiierte Thirty Meter Telescope. (mai)