120 Millionen für das neue Stadion der ZSC Lions

120 Millionen für das neue Stadion der ZSC Lions

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Die ZSC Lions erhalten in Zürich-Altstetten ein neues Zuhause, eine Eishockey- und Sportarena mit Platz für 11600 Zuschauer. Nun bekommt das private Stadionprojekt aus der Feder britischen St. Caruso Architects Unterstützung vom Zürcher Stadtrat: Gewährt werden soll ein Baurecht, ein Darlehen von 120 Millionen Franken sowie ein jährlicher Betriebsbeitrag von zwei Millionen.

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zvg
Über den Beitrag der Stadt an das künftige Stadion soll das Stimmvolk voraussichtlich im 2016 befinden.

Die Investitionskosten für die geplante Eishockey- und Sportarena der ZSC Lions belaufen sich auf insgesamt 169 Millionen Franken. Private Investoren finanzieren das Projekt mit 36 Millionen Franken, wovon 30 Millionen Franken auf den Bau der Eishockey- und Sportarena entfallen und 6 Millionen Franken als Betriebsmittel eingesetzt werden. Rund 19 Millionen Franken stammen aus Investitionsbeiträgen von Bund, Kanton und Dritten.

Die Stadt Zürich will den ZSC Lions nun für ein 28‘000 Quadratmeter grosses, städtisches Grundstück in Altstetten ein Baurecht über eine Dauer von 65 Jahren mit einem anfänglichen Baurechtszins von 35 000 Franken pro Jahr gewähren. Zudem soll die ZSC Lions Arena Immobilien AG von der Stadt Zürich ein Darlehen 120 Millionen Franken erhalten, das in den kommenden 65 Jahren zurückbezahlt werden muss. Des Weiteren will die Stadt ab der 2022 geplanten Inbetriebnahme der Arena bis längstens 2084 einen jährlichen Betriebsbeitrag von 2 Millionen Franken leisten. Im Gegenzug kann die Stadt die Trainingshalle während maximal zehn Tagen pro Jahr für sportliche und andere nicht kommerzielle Zwecke nutzen. Zusätzlich stellt die Stadt Zürich einen Objektkredit von maximal 2,8 Millionen Franken etwa für Altlastensanierungen zur Verfügung sowie einen Objektkredit von 1,9 Millionen Franken.

Über die Beteiligung der Stadt muss allerdings noch der Gemeinderat entscheiden. Anschliessend hat das Stimmvolk das letzte Wort. Läuft alles nach Plan befindet es im Sommer oder Herbst kommenden Jahres darüber.

Das Land, das die Stadt dem ZSC Immobilien AG im Baurecht abtreten will, liegt sich in einer Erholungszone. Damit die Bauarbeiten starten können, muss diese noch umgezont werden. Zudem müssen dem Bauprojekt auf dem Areal „Untere Isleren“ 120 Familiengärten weichen. Für diese will der Stadtrat aber auf einem anderen Areal Ersatz bieten. Länger war nicht klar,  ob die Kulturlandinitiative das Projekt verunmöglicht. Doch nach Ansicht des Stadtrates handelt es sich bei dem künftigen Bauland nicht um fruchtfolgefähiges Kulturland. Der Start der Bauarbeiten ist für 2019 vorgesehen. (mai/mgt)