1,2 Milliarden für „Neu-Christchurch“

1,2 Milliarden für „Neu-Christchurch“

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: NZDF
Die durch zwei Erdbeben stark beschädigte Stadt Christchurch in Neuseeland macht sich an den Wiederaufbau. Vorgesehen sind flache Häuser und viel Grün.
 
NZDF
Quelle: 
NZDF
Die arg in Mitleidenschaft gezogene Kirche von Christchurch als Symbol der Zerstörung
 
Im September 2010 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,0 die zweitgrösste Stadt Neuseelands. Im Februar 2011 folgte ein weiteres bei dem 181 Menschen ums Leben kamen. Weite Teile der 400000 Einwohner zählenden Stadt sind zerstört. Bereits im Juni hatte die neuseeländische Regierung ganze Stadtviertel aufgegeben, an rund 5000 Gebäuden waren die Schäden zu groß für Reparaturen. Jetzt hat die Stadtverwaltung ihre Pläne für den Wiederaufbau vorgestellt. Rund 1,2 Milliarden wird dieser kosten und bis zu 20 Jahre dauern.

Erstes Gebot: Sicherheit

Christchurch soll einen neuen, großen Park und verstärkt niedrige Häuser bekommen. In der Innenstadt dürfen Häuser neu nicht mehr als sieben Stockwerke hoch gebaut werden und müssen weitreichenden Sicherheitsstandards genügen. Auch soll dort ein Denkmal für die Opfer der Naturkatastrophe errichtet werden. Vor der Kirche, deren Turm in Folge des Erdbebens eingestürzt ist und welche zum Symbol der Zerstörung geworden ist, soll ein grosser, freier Platz entstehen. Zudem sollen neue Sportanlagen, Veranstaltungszentren gebaut und das Krankenhaus saniert werden. Weil sich der Boden entlang des Flusses Avon nach Untersuchungen für den Häuserbau nicht mehr eignet, will die Stadtverwaltung dort jetzt einen Park bauen.

Grüne High-Tech Stadt

Nach Meinung des Bürgermeisters Bob Parker ist die Sicherheit nun das erste Gebot beim Wiederaufbau. Und: Der Vorschlag der Verwaltung zeichne das Bild einer "sicheren, nachhaltigen, grünen, High-tech- und flach gebauten Stadt mitten in einem Garten". Mehr als 100000 Vorschläge zum künftigen Stadtbild sind aus der Bevölkerung eingegangen und Grundlage des ersten Entwurfs. In den nächsten Monaten kann die Öffentlichkeit nun zu dem daraus entwickelten Entwurf der Stadt Stellung nehmen. (rh/sda)