110 Stellen weniger

110 Stellen weniger

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Weil der Bauzulieferer Arbonia Forster sein Heizkörper- und Küchengeschäft restrukturiert, werden konzernweit etwa 110 Stellen abgebaut. Betroffen sind die Standorte in Deutschland und Tschechien. Die Schweiz ist in geringem Umfang tangiert.
 
Bis Ende 2012 gehen im thurgauischen Arbon 25 Stellen verloren. Dies teilte das Unternehmen heute Freitag mit. Die Produktionsanlagen in Arbon bleiben aber im Wesentlichen erhalten. Lediglich kleinere Produktionsaktivitäten werden nach Tschechien verlagert. In ihren Ostschweizer Betrieben beschäftigt die Gruppe rund 2500 Personen. Wie Edgar Oehler, Präsident und Delegierter des Verwaltungsrats der AFG Arbonia- Forster-Holding, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA ausführte, können die 25 in Arbon von der Restrukturierung betroffenen Angestellten in anderen Sparten beschäftigt werden. „Wir haben in Arbon genügende Arbeit“, so der AFG-Patron.

Abbau vor allem in Deutschland

Im Werk in Riesa in Deutschland wird die Produktion und die Logistik sukzessive eingestellt. Betroffen sind 150 Mitarbeitende. Sie werden bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen innerhalb und ausserhalb des Unternehmens unterstützt, wie es heisst. In Stribo in Tschechien werden im Gegenzug 140 neue Stellen geschaffen. Im Werk Warendorf in Deutschland der AFG-Division Küchen und Kühlen werden 75 Stellen aufgehoben. Dies entspricht dort einem Drittel der Belegschaft. „Die Auslastung in Warendorf ist schon seit längerer Zeit unbefriedigend“, begründet Oehler den drastischen Schritt. Auch in Warendorf werde den Betroffenen bei der Jobsuche geholfen. Des Weiteren werden zwei zwei Küchen-Showrooms in England geschlossen, damit gehen sieben Stellen verloren.

Trotzdem "volle Auftragsbücher"

Die Neuausrichtung des Heizkörper- und Küchengeschäfts ermöglicht laut Edgar Oehler ab 2012 jährliche Einsparungen in Höhe von über 12 Millionen Franken. Zunächst fallen indes einmalige Kosten von 22 Millionen Franken an, die nahezu vollständig der Rechnung 2010 belastet werden. Trotzdem rechnet die AFG-Gruppe für das laufende Jahr mit einem Gewinn, wie Oehler sagt. Man habe "volle Auftragsbücher". Arbonia Forster habe die Wirtschaftskrise überstanden. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen tiefrote Zahlen geschrieben. (sda)