Zusätzlich 13,1 Millionen für Kongresshaus und Tonhalle

Zusätzlich 13,1 Millionen für Kongresshaus und Tonhalle

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: Ben Kron

Die Kongresshaus-Stiftung Zürich benötigt für den Umbau von Kongresshaus und Tonhalle zusätzlich insgesamt 13,1 Millionen Franken. Der Eröffnungstermin wird verschoben. Die Mittel sollen die Kosten für bauliche Massnahmen und die Terminverschiebung decken.

Die Eröffnung des Kongresshauses und der Tonhalle verschiebt sich um sechs Monate.
Quelle: 
Ben Kron

Die Eröffnung des Kongresshauses und der Tonhalle verschiebt sich um sechs Monate.

Als Hauptgründe für den Kapitalbedarf nennt das Hochbaudepartement der Stadt Zürich eine schlechtere Bausubstanz, Zielkonflikte sowie «Unschärfen in der Planung». Als Konsequenz entschieden sich die Kongresshaus-Stiftung, die Kongresshaus AG und die Tonhalle-Gesellschaft zur Verschiebung des Eröffnungstermins um ein halbes Jahr auf März 2021.

9,4 Millionen des zusätzlichen Investitionsbeitrags entfallen auf bauliche Mehrkosten. 3,7 Millionen werden für die durch die Terminverschiebung entstehenden Kosten benötigt. Das 2016 gesprochene Dotationskapital der Kongresshaus-Stiftung beträgt 165 Millionen Franken.

Gemäss Stadtrat und Hochbauvorsteher André Odermatt handelt es sich beim Kongresshaus und der Tonhalle um ein filigranes Bauwerk und beim Ensemble um eine Art «Flickwerk.» Da es sich um ein historisches Gebäude handelt, war auch die Denkmalpflege involviert, was zu diversen Zielkonflikten geführt hätte. Hinzu kämen heute gültige Normen und Standards, strengere Brandschutzbestimmungen sowie der Einbau von moderner Technik.

Der Umbau gestaltete sich als sehr komplex, heisst es in einer Mitteilung des Hochbaudepartements. Die finanziellen und terminlichen Konsequenzen zeigten sich bei der Nachbesserung des Bauprojekts während der Ausführungsphase. Die vorhandenen Mittel reichen gemäss André Odermatt nicht aus, um die benötigte Korrektur des Kostenvoranschlags zu decken.

Die Verschiebung des Eröffnungstermins biete reputationsmässig und finanziell einige Nachteile, liess sich Jean-Marc Hensch, Präsident des Verwaltungsrates der Kongresshaus Zürich AG, in der Medienmitteilung zitieren. Man stehe jedoch voll hinter dem Entscheid. (mgt/pb)