Zürich: Planungsgrundlage für Hardturm-Areal liegt vor

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Mit dem Zürcher Fussballstadion und der Überbauung auf dem Hardturm-Areal geht es weiter voran. Der Stadtrat hat den privaten Gestaltungsplan für das Projekt "Ensemble" gutgeheissen und überweist diesen an den Gemeinderat.

Blick auf die geplanten Hochhäuser beim neuen Fussballstadion Hardturm.
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Blick auf die geplanten Hochhäuser beim neuen Fussballstadion Hardturm.

Der private Gestaltungsplan «Areal Hardturm - Stadion» schafft die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Realisierung. Erforderlich ist er vor allem aufgrund der Gebäudehöhe der beiden geplanten Hochhäuser, wie der Stadtrat am Dienstag mitteilte.

Hinzu komme, dass die «komplexen Anforderungen eines Fussballstadions an die Erschliessung und der Nachweis der Umweltverträglichkeit vertiefte Abklärungen erforderten», schreibt der Stadtrat weiter. Im privaten Gestaltungsplan werden deshalb auch Festlegungen zu den Bau- und Nutzungsbestimmungen, zur Erschliessung, zu Freiräumen, zum Lärmschutz sowie zu weiteren Umweltaspekten getroffen.

60 Einwendungen

Während der öffentlichen Plan-Auflage gingen insgesamt 60 Einwendungsschreiben ein. Sie betrafen gemäss Mitteilung vor allem die Themen Hochhaus und Freiraum. Vorgesehen sind drei öffentliche Plätze auf dem Areal. Die Stadtzürcher Stimmberechtigten haben im vergangenen November die Vorlage mit 53,8 Prozent Ja-Stimmenanteil angenommen. Das Projekt «Ensemble» stammt von den Investoren HRS, Immobiliengefässe der Credit Suisse sowie Allgemeine Baugenossenschaft Zürich (ABZ). Es sieht auf dem rund 55'000 Quadratmeter grossen Areal 174 Genossenschaftswohnungen, ein Stadion für rund 18'000 Zuschauer und zwei 137 Meter hohe Wohn- und Bürotürme mit rund 570 Wohnungen vor. Die gesamten Investitionen belaufen sich auf rund 570 Millionen Franken.

Der Investor will mit den Wohntürmen das Stadion querfinanzieren. Dadurch muss sich die Stadt weder am Bau noch am Betrieb finanziell beteiligen. Mit einem reduzierten Baurechtszins auf dem Baufeld, auf dem die Türme stehen werden, unterstützt sie das Projekt aber dennoch. Denn aus der Reduktion resultiert ein wiederkehrender Einnahmenverzicht von jährlich maximal 1,7 Millionen Franken.

Bessere Stimmung 

Die Fussballclubs FCZ und GC werden also den Letzigrund, ein Leichtathletik- und Event-Stadion, verlassen und auf dem Hardturm-Areal eine neue Heimat in einem richtigen Fussballstadion erhalten. Dort sollen dann die Stimmung an den Spielen und die Einnahmen für die Clubs besser werden, hoffen diese. Das neue Stadion soll 2022 fertig sein. Der erste Ball könnte in der Saison 2022/23 rollen. Die Hochhäuser und der gemeinnützige Wohnungsbau werden etappiert ab 2023 fertiggestellt. (sda/pb)