Wohnhaus mit Kartoffelacker: Zu Hause im Balken

Wohnhaus mit Kartoffelacker: Zu Hause im Balken

Teaserbild-Quelle: Filip Dujardin
Wohnen und rein in die Kartoffeln

Wohnen und rein in die Kartoffeln: Im niederländischen Almere, im geplanten neuen Siedlungsgebiet Oosterwold, haben sich neun befreundete Familien ein rekordverdächtig langes Zuhause gebaut.

Während die einen von Türmen in Städten träumen, wollen sich andere auf dem freien Feld ausbreiten. Dies trifft für den holländischen Künstler Frode Bolhuis zu: Er hatte für sein neues Zuhause ein Kartoffelacker in Oosterwold – einem künftigen neuen Wohngebiet der östlich von Amsterdam gelegenen Stadt Almere – ausersehen.

Wegen seines begrenzten Budgets rieten ihm die Architekten von den Büros „SLA“ und „ZakenMaker“, weitere Gleichgesinnte zu suchen, da der Bau mehrerer Häuser kostengünstiger ist. Bolhuis wurde fündig. Mit acht Freunden beauftragte er die Architekten mit einem Komplex. Die beiden Büros entwarfen einen luftigen Holz- und Glasbau mit einer durchgehenden Veranda auf der Frontseite. Er erstreckt sich als schmaler Balken auf einer Länge von 100 Metern dem Feld entlang.

Jede Partei bewohnt 160 Quadratmeter, die sie entsprechend ihren Bedürfnissen aufteilen konnte, etwa um einen grossen Wohnraum oder ein separates Atelier zu schaffen. Dass das Gebäude nicht fest auf dem Grund steht sondern leicht angehoben worden ist, ist ebenfalls der Flexibilität geschuldet. So lassen sich Wassersystem und Abwasserleitungen nach Wunsch installieren. (mai)