Vollzugszentrum Bachtel: Spatenstich für Umbau und Erweiterung

Vollzugszentrum Bachtel: Spatenstich für Umbau und Erweiterung

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Das fast 140-jährige Vollzugszentrum Bachtel (VZB) ist immer wieder erweitert und umgebaut worden. Entstanden ist so eine Ansammlung von Gebäuden, die teilweise in einem baufälligen Zustand sind. Am Donnerstag erfolgte nun der Spatenstich für eine grundlegende Erneuerung.

So soll das neue Vollzugszentrum dereinst aussehen.
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PD

So soll das neue Vollzugszentrum dereinst aussehen.

Das Projekt «Das Gehöft» wird vom Hochbauamt des Kantons Zürich realisiert. Auf dem Areal entstehen Räumlichkeiten für den Haftbetrieb im offenen Vollzug von 94 Insassen sowie für den Betrieb mit rund 50 Mitarbeitenden. Gebaut werden fünf neue Gebäude, wie die Direktion der Justiz und des Innern und die Baudirektion gemeinsam mitteilten. Der Bezug ist im Frühling 2021 geplant.

Im August 2018 hat der Kantonsrat dem Umbau und der Erweiterung zugestimmt. Allerdings hat er den Kredit wegen der «exorbitanten Kosten» um 5 Millionen auf 44,5 Millionen Franken reduziert. In einer zweiten Etappe sollen ab 2030 auch die bestehenden Insassen- und Küchengebäude im Ostteil des Areals ersetzt werden. Die Kosten für diese Arbeiten sind im genehmigten Kredit nicht enthalten.

Statt Busse zahlen, Zeit im VZB verbringen

Im VZB werden – neben den üblichen Freiheitsstrafen – insbesondere sogenannte Ersatzfreiheitsstrafen vollzogen: Etwa die Hälfte der Insassen hat eine Busse oder Geldstrafe nicht bezahlt und sitzt diese ab. 

Die Anlage im Zürcher Oberland auf Hinwiler Gemeindegebiet befindet sich seit langem in Kantonsbesitz: Im Jahr 1880 bewilligte der Regierungsrat den Kauf des Hofs «Kellerloch». Ein Jahr darauf wurde eine «Korrektionsanstalt» für Jugendliche eröffnet. 1939 wurde sie für den Erwachsenenstrafvollzug umgenutzt und als «Kolonie Ringwil» als Aussenstation für die kantonale Strafanstalt Regensdorf geführt. (sda)