Stadt Luzern rechnet mit 71 Millionen Franken für Bau auf EWL-Areal

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Der Luzerner Stadtrat beantragt dem Parlament in einem ersten Finanzierungsschritt für die Überbauung auf dem EWL-Areal zwei Sonderkredite über insgesamt 7,83 Millionen Franken. Der gesamte Finanzbedarf für die Stadt dürfte sich auf 71,2 Millionen Franken belaufen.

Quartierplatz und Rotes Haus.
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ewl areal ag

Quartierplatz und Rotes Haus.

Auf dem rund 20'000 Quadratmeter grossen Areal sollen ein Sicherheits- und Dienstleistungszentrum sowie Wohnungen entstehen, verantwortlich dafür ist die EWL Areal AG, die im vergangenen Dezember gegründet wurde. Die Stadt Luzern, die Allgemeine Baugenossenschaft Luzern (ABL) und Energie Wasser Luzern (EWL) sind je zu einem Drittel am Aktienkapital beteiligt.

Die Finanzierung der AG erfolgt in zwei Teilschritten, wie die Stadt Luzern am Dienstag im Bericht und Antrag ans Stadtparlament mitteilte. Darin beantragt der Stadtrat in einem ersten Schritt 7 Millionen Franken als Kapitaleinlage und 830'000 Franken für die Projektierung des Mieterausbaus. Damit sei die Finanzierung des Projekt bis zur Erteilung der Baubewilligung sichergestellt.

Der zweite Sonderkredit im Umfang von 63 Millionen Franken soll im Juni 2021 der Luzerner Stimmbevölkerung vorgelegt werden. Er umfasst den städtischen Anteil an der zweiten Kapitalerhöhung für die Bauphase und die Investitionen in den Mieterausbau sowie die Miet-, Neben- und Unterhaltskosten der städtischen Nutzungen.

Keine höheren Kosten

Der gesamte städtische Finanzbedarf beläuft sich somit voraussichtlich auf 71,2 Millionen Franken. Das vorgeschlagene Finanzierungskonzept führe über den gesamten Lebenszyklus betrachtet nicht zu höheren Kosten, als wenn die Stadt Luzern die Gebäude für ihre Nutzungen selber erstellen würde, schreibt der Stadtrat.

Das gesamte Investitionsvolumen für das Projekt ohne Mieterausbau von rund 185,5 Millionen Franken werde sich zudem positiv auf die Luzerner Wirtschaft auswirken. Mit den neuen Wohnungen werde auch der gemeinnützige Wohnungsbau gefördert. Die Mietzinseinnahmen sollen bei Vollvermietung rund 13 Millionen Franken pro Jahr betragen.

Das Siegerprojekt «Rotpol» sieht eine Nutzfläche von 66'700 Quadratmeter vor, davon sind 16'000 Quadratmeter für Wohnungen reserviert. Ein Pflegezentrum mit 81 Zimmern ist genauso Teil der Überbauung wie 72 gemeinnützige Wohnungen. Baubeginn soll im Sommer 2022 sein.

Mit der laufenden Anpassung der Bau- und Zonenordung (BZO) soll auch das EWL-Areal dichter bebaut werden können. Gegen die BZO-Teilrevision gingen Einsprachen ein, aktuell laufen Einspracheverhandlungen. (sda)