Siegerprojekt für Olma-Halle über Autobahn steht fest

Teaserbild-Quelle: zvg / Olma

Die neue Halle der Olma Messen St. Gallen nimmt Gestalt an: Die Wettbewerbsjury hat das Siegerprojekt bestimmt. Die «Halle 1» wird auf der Überdeckung über die Stadtautobahn gebaut. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 163 Millionen Franken.

Die Genossenschaft Olma Messen St. Gallen plant im Osten ihres Areals eine Erweiterung mit einer neuen Messe- und Eventhalle. Um die für den Ausbau benötigte Fläche zu erhalten, wird die Stadtautobahn auf rund 200 Metern überdacht. 

Die Überdeckung alleine kostet 41,6 Millionen Franken. Die Kosten des gesamten Projekts samt Halle belaufen sich auf rund 163 Millionen Franken. Die Olma Messen übernehmen davon aus Eigenmitteln und über Bankkredite insgesamt 133 Millionen Franken. 12 Millionen trägt der Kanton, 18 Millionen steuert die Stadt St. Gallen bei.

Im Wettbewerb, an dem sich 54 Planerteams beteiligt hatten, setzte sich das Projekt «Halle 1» durch. Besonderen Wert legten die Olma Messen St. Gallen auf die Zusammensetzung: Aufgrund der Komplexität der Aufgabenstellung sollen Architekten, Ingenieuren und Landschaftsarchitekten beim Projekt eng zusammenarbeiten. 

Das Siegerteam setzt sich aus den Architekten Ilg Santer aus Zürich, den Ingenieuren Pedrazzini Guidotti aus Lugano und der META Landschaftsarchitektur aus Basel zusammen. Das Projekt «Halle 1» sei ein sehr sorgfältiger und gekonnt vorgetragener Entwurf, hiess es. Die Gebäudestruktur füge sich «städtebaulich gut in den Kontext ein» und erfülle «die nutzungsmässig gestellten Anforderungen». 

Olma mit sinkendem Umsatz

Die Olma Messen St.Gallen bleibt der Wunschtermin für die Einweihung im Jahr sich 2024 weiterhin bestehen, da keine Einsprachen eingingen. In wenigen Wochen erwarte man die Baubewilligung. Den städtischen Baukredit vom März 2018 hat das Volk bereits angenommen. 

Der Umsatz der Olma Messen lag bei 30,6 Millionen Franken (31,7 Millionen Franken), das Betriebsergebnis vor Abschreibungen lag mit 8,6 Millionen Franken um 0,3 Millionen tiefer als im Vorjahr. Die Zahl der Besucher stieg um 4 Prozent auf 741'779, die Zahl der Aussteller ging leicht zurück auf 3897 (3903). Die Automesse wird aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt, heisst es im Communiqué. (sda/pb)