Siegerprojekt für Erweiterung Kantonsschule Frauenfeld steht fest

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Seit rund 50 Jahren sind acht Unterrichtsräume der Kantonsschule Frauenfeld in Baracken untergebracht. Die Provisorien sollen durch einen Erweiterungsbau ersetzt werden. Nun steht der Sieger des Projektwettbewerbs fest.

Visualisierung der Nordfassade des Erweiterungsbau der Kantonsschule Frauenfeld
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Visualisierung der Nordfassade des Erweiterungsbaus.

In einem offenen anonymen Projektwettbewerb wurde ein Erweiterungsprojekt evaluiert, dass sich «ortsbaulich und architektonisch überzeugend in den Bestand einfügt», wie der Kanton Thurgau am Dienstag mitteilte.

Sieger des Wettbewerbs ist das Team unter der Federführung der Frauenfelder Architekten Lauener Baer. Das Romanshorner Holzbauunternehmen Josef Kolb AG zeichnet für den Holzbau verantwortlich, die Landschaftsarchitektur erfolgt durch Martin Klauser, Rorschach.

Ökologischer Holzbau

Der geplante Erweiterungsbau dockt direkt an der Rückseite des bestehenden Schulgebäudes 2 an. Durch diese Positionierung verbleibe viel Freiraum im Westen und Norden des Neubaus. Dadurch könne der bestehende parkähnliche Grünraum bis zur Speicherstrasse erweitert werden.

Konkret beinhaltet der Neubau acht Schulzimmer sowie drei Hörsäle und besitzt einen Lichthof. Mit Ausnahme des Sockelgeschosses aus Beton sollen sowohl die Tragstruktur als auch die Fassadenverkleidung des Erweiterungsbaus aus Holz realisiert werden.

Das kompakte Volumen und die Struktur der übereinanderliegenden Haupträume garantieren laut Kanton energetische Vorteile und tiefe Baukosten. Der ökologische Holzbau ermögliche durch Vorfabrikation ausserdem eine kurze Bauzeit.

Visualisierung des Innenraums des Erweiterungsbau der Kantonsschule Frauenfeld
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Visualisierung des Innenraums im Erweiterungsbau.

Baracken wurden zu «Providurien»

Die Kantonsschule Frauenfeld befindet sich über dem historischen Ortskern der Stadt, an leicht erhöhter Lage. Im 1911 erstellten Hauptgebäude und im Schulgebäude 2 mit Baujahr 1993 stehen insgesamt rund 50 Schulräume zur Verfügung.

Hinter dem Hauptgebäude sind in Baracken weitere acht Schulräume untergebracht. Diese wurden in den Jahren 1965 bis 1971 in Etappen erstellt und waren ursprünglich Provisorien, die inzwischen zu «Providurien» geworden sind.

Die Baracken genügen den Anforderungen an die heutigen Unterrichtsformen sowie den energetischen Vorgaben nicht mehr. Sie werden deshalb abgebrochen und mit dem neuen Erweiterungsbau an das bestehende Schulgebäude 2 ersetzt. (mgt/pb)

Die öffentliche Ausstellung der 33 eingereichten Projekte wird aufgrund der aktuellen Lage auf unbestimmte Zeit verschoben. Der vollständige Bericht der Jury kann unter folgendem Link eingesehen werden: hochbauamt.tg.ch