Seewen: Zeughausbauten auf dem Militärareal unter Schutz gestellt

Teaserbild-Quelle: Andreas Faessler, Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0
Seewen: Zeughausbauten unter Schutz gestellt

Das Zeughausareal vom zur Gemeinde Schwyz gehörenden Seewen soll schrittweise umgenutzt und damit zu einem Arbeitsplatzgebiet von kantonaler Bedeutung entwickelt werden. Einzelne Bauten des Militärs – die drei Zeughäuser, die vier Versorgungsgebäude sowie der diese Bauten verbindende Aussenraum –  sollen als militärhistorische Zeitzeugen erhalten und in die neue Umgebung integriert werden. Sie wurden nun ins kantonale Schutzinventar aufgenommen.

Blick auf Seewen und seine Kirche.
Quelle: 
Andreas Faessler, Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Blick auf Seewen und seine Kirche. Die Ortschaft gehört zur Gemeinde Schwyz.

Der Unterschutzstellung sind verschiedene Abklärungen vorausgegangen: Nachdem im Frühjahr 2018 der kantonale Nutzungsplan aufgelegt worden war, erhoben der Schwyzer Heimatschutz und die Umweltverbänden Einsprache. Darauf gab der Kanton ein externes, bauhistorisches Gutachten in Auftrag, das im Mai letzten Jahres vorlag.

Dieses habe ergeben, dass die zur Erhaltung vorgesehenen Zeughäuser die bedeutendsten Bauten der Zeughausanlage darstellen, heisst es dazu in der Medienmitteilung des Kantons. Der in drei Etappen entstandene Zeughauskomplex sei der Initialbau der Grossanlage von Seewen und daher aus typologischer aber auch arealbaugeschichtlicher Sicht ein wichtiger bauhistorischer Zeuge.

Ebenso wichtig sind die vier Versorgungsgebäude von 1902, dies aus historischer Sicht, insbesondere aber auch wegen ihres weitgehend erhaltenen Originalzustandes. Eine „hohe historische wie räumliche Bedeutung“ wird auch dem die Bauten verbindenden Aussenraum attestiert.

Gemeinde Schwyz hat einen Studienauftrag ausgeschrieben

Für Umnutzung und Entwicklung des Zeughausareals hatte die Gemeinde Schwyz letztes Jahr einen Studienauftrag ausgeschrieben. Die am Studienauftrag beteiligen Büros hätten ergeben, dass eine „architektonisch überzeugende und wirtschaftlich tragfähige Weiterentwicklung“ möglich sei, heisst es in der Medienmitteilung. Durch die Integration der Bestandesbauten entstehe ein eigenständiges neues Quartier, das die vorhandenen Qualitäten in einen neuen Zeitabschnitt überführe.

 

Um eine gütliche Einigung mit dem Schwyzer Heimatschutz und den Umweltorganisationen zu erzielen und zu ermöglichen, dass die kantonalen Nutzungsplanung erlassen werden kann, stellte der Regierungsrat die besagten Gebäude nun unter Schutz.(mai/mgt)