Regierung beantragt 19,6 Millionen Franken für Bildungscampus Burgdorf

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Für den Bildungscampus Burgdorf beantragt die Berner Kantonsregierung dem Parlament einen Projektierungskredit von 19,6 Mio. Franken. Mit dem Geld soll die Planung der Neu- und Umbauten für die Technische Fachschule und das Gymnasium finanziert werden.

Altstadt von Burgdorf (Symbolbild).
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Altstadt von Burgdorf (Symbolbild).

Das Projekt soll teilweise über einen Fonds für strategisch wichtige Investitionsvorhaben des Kantons finanziert werden. Um für wichtige Vorhaben Geld beiseite zu legen, möchte der Regierungsrat einen speziellen Fonds äufnen. Doch diese Idee ist politisch heftig umstritten.

Er bremse die vom Kanton selbstauferlegte Schuldenbremse aus, kritisieren die Gegner. Für die Befürworter macht der Staat mit dem Fonds nichts anderes als jeder Bürger, der Erspartes in ein Sparschwein steckt, um sich dann etwas leisten zu können.

In der vorberatenden Kommission fiel der Fonds knapp durch. Der Regierungsrat beharrt jedoch auf dem Fonds und drohte jüngst sogar damit, wichtige Projekte, wie den Bildungscampus Burgdorf, allenfalls zurückstellen zu müssen, sollte das Parlament nicht mitziehen. Dem Regierungsrat ist es laut Mitteilung der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion vom Donnerstag ein Anliegen, dass das Projekt rasch realisiert werden kann.

Den Bildungscampus erhielt Burgdorf im Rahmen der Reorganisation der Berner Fachhochschule 2015 versprochen. Dies, weil Burgdorf im Rennen um die Standorte der Berner Fachhochschule gegenüber Bern und Biel das Nachsehen hatte. 2017 flammte der Standortstreit erneut auf, sehr zum Unmut der Burgdorferinnen und Burgdorfer. Der Grosse Rat bestätigte jedoch das Projekt. (sda)