Plattformen für junge Architekten

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Plattformen für Architekten

Die offenen Wettbewerbsplattformen «beebreeders» und «youngarchitectscompetitions» richten sich an junge Architekten und an Gemeinden oder Organisationen mit kleinem Budget.

Projekt T-House
Quelle: 
beebreeders

Projekt T-House

Offene Wettbewerbsplattformen für junge Architektinnen und Architekten, die etwas für ihr Portfolio tun wollen, und zugleich eine günstige Plattforum für Organisationen und Gemeinden, die ein Architekturprojekt ausschreiben wollen: Diese Kombination bieten Online-Plattform wie «beebreeders» oder «youngarchitectscompetitions».

Ein Beispiel ist der Wettbewerb für das «Teamaker’s Guest House» in der lettischen Hauptstadt Riga. Die Auslober verlangten einen ökologischen und kosteneffektiven Bau, um darin Gäste des «Ozolini teamakers retreat» unterzubringen. Die Institution befindet sich in einem Wald, rund hundert Kilometer ausserhalb Rigas und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Leute, die einen stillen Rückzugsort suchen. Der Retrat liegt mitten in der Natur, umgeben von Wiesen, Bäumen, Feuchtgebieten und einem See.

Kunst des Teetrocknens

Verlangt war ein nachhaltige Projekt, das einen positiven Einfluss auf die Umwelt hat und die Überbleibsel einer um 1850 erbaute Scheune integriert. Diese war damals gebaut worden, um Tee zu trocknen und zu lagern. Der Bau soll drei Gästezimmer, eine gemeinsame Küche, grosse offene Aufenthaltsflächen und einen mit natürlichem Licht ausgestatteten Workshop beinhalten, der Platz für bis zu zwölf Personen bietet, die hier den Prozess des Schneidens, Trocknens und Verpackens von Kräutertees erlernen wollen. Auslober war der tradtionsreiche Teehersteller Ozolini.

Gewonnen hat das Projekt «T-House» des Neuseeländers Johann Evin. Dieses stellt die typischen A-förmige Konstruktion auf den Kopf und sieht einen V-förmigen Bau vor, mit hohen Decken und viel Tageslicht. Der Bau aus Holz, Kupfer und Messing wird behutsam in die bestehende Struktur der Scheune eingepasst und überzeugte die Jury durch die Wahl der Materialien und die Qualität der Räume und des Aussenbereichs.

Plastikmahnmal

Der Wettbewerb «Plastic Monuments» auf «youngarchitectscompetitions» wurde ausgeschrieben vom Reportageportal und -magazin «National Geographic» und dem italienischen Unternehmen Bio-On, einem Entwickler von biologisch abbaubaren Biopolymeren.

Gesucht wurde eine architektonische Installation, die rund um die Welt reisen und das Problem des Plastikmülls verdeutlichen soll. Das Objekt soll als Botschafter dienen, um die Konsequenzen unseres bedenkenlosen Umgangs mit dem Erdöl-Produkt Plastik und seinen Hinterlassenschaften vor Augen zu führen. Zugleich soll es aufzeigen, dass es Wege gibt, nachhaltig mit dem Material Plastik umzugehen und so unseren Planeten vor weiterer Vermüllung zu bewahren.

Uralte Tempelbauweise

Gewonnen hat ein Projekt eines Teams mit Namen «Vatraa» der beiden britischen Architekten Bogdan Rusu und Anamaria Pircu. Es bildet ein Trilith, einen Torbau aus zwei Tragsteinen und einen aufliegenden Deckstein, wie er schon in den Tempelanlagen von Baalbek oder Stonehenge zu bewundern ist. Es handelt sich um eine der ältesten Formen der Architektur, bei der die Bauteile ohne weitere Befestigung oder Verzahnung aufeinander gelegt sind.

Das 6,7 Meter Objekt besteht aus bepressten Ballen aus PET-Flaschen, wie sie fürs Recycyling des Materials normalerweise aufbereitet werden, und soll als Mahnmal des «Plastikwahns» dienen. Dank dem leichten Baumaterial und der simplen Bauweise kann der Trilith einfach aufgebaut, aber ebenso leicht wieder demontiert und an einen neuen Ort transportiert werden. (bk)

Trilith-Projekt, Architekturbüro Vatraa
Quelle: 
youngarchitectscompetitions

Trilith-Projekt, Architekturbüro Vatraa