Mehr Geld für Neubau von Rathausbrücke in Zürich

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Mehr Geld für Zürcher Rathausbrücke

Die Zürcher Rathausbrücke aus dem Jahr 1881 muss neu gebaut werden. Für die Ausarbeitung des Bauprojekts beantragt der Stadtrat nun eine Erhöhung des Kredits.

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Stadt Zürich

Visualisierung der neuen Rathausbrücke Zürich.

Schon seit dem frühen Mittelalter verbindet die Rathausbrücke über die Limmat die beiden Teile der Zürcher Altstadt. Die im Volksmund «Gemüsebrücke» genannte Verbindung ist aber nicht nur eine Möglichkeit, den Fluss zu überqueren: Sie dient schon seit dem 14. Jahrhundert als Marktplatz und ist bis heute ein zentraler Begegnungsort der Stadt.

Doch die jetzige Rathausbrücke aus dem Jahr 1972 muss ersetzt werden. Sie ersetzte ihrerseits einen Brückenbau von 1881, die auf gusseisernen Säulen ruhte und baufällig geworden war. Doch der Neubau, der 4,5 Millionen Franken kostete, war wegen seiner groben Form stets umstritten; die Aufbauten wurden von der Bevölkerung wenig schmeichelhaft «Eierkartons» genannt. Immerhin blieb die Brücke autofrei, was auch in der Zürcher Altstadt eine Seltenheit ist.

Neubau statt Sanierung

Schön oder nicht: Die Brückenplatte über der Limmat ist schon seit längerem sanierungsbedürftig. Doch der Stadtrat geht einen Schritt weiter: «Die Brücke kann nicht bloss saniert werden, sie muss abgebrochen und durch eine neue ersetzt werden», erklärt der Tiefbauvorsteher Filippo Leutenegger (FDP). Zu diesem Schluss kam die Exekutive nach zwei Jahre dauernde Abklärungen, die unter anderem ergaben, dass der Bau den Anforderungen des Hochwasserschutzes nicht mehr genügt.

Für den Neubau wurden bisher Projektierungskosten von knapp einer Millionen bewilligt, was aber bei weitem nicht ausreicht. Der Stadtrat beantragt beim Gemeinderat deshalb eine Erhöhrung um 2,76 Millionen Franken.

Realisiert werden soll das Projekt des Teams um Bänziger Partner AG Zürich, 10:8 Architekten Zürich und F. Preisig AG Zürich, das als Sieger aus dem Studienauftrag hervorging. Die neue Brücke soll  kleinflächiger, schlanker und filigraner werden als ihre Vorgängerin. Der Neubau wird voraussichtlich ab 2023 in Angriff genommen werden, wenn immer möglich koordiniert mit der Sanierung des Rathauses. (mgt/bk)