Louvre weiht Mega-Kunstlager ein

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Louvre-Kunstbunker Liévin

Platz für 250‘000 Kunstwerke: Das Pariser Kunstmuseum Louvre hat in Nordfrankreich ein gigantisches Kunstlager eingeweiht.

Der Louvre ist mit jährlich zehn Millionen Besuchern und einer Sammlung von 380‘000 Kunstwerken das grösste Museum der Welt. Es präsentiert in der ehemaligen Residenz der französischen Könige davon rund 350‘000 Stück der Öffentlichkeit. Der Rest wird derzeit im Louvre selbst und an 60 weiteren Standorten in und ausserhalb Paris gelagert.

Vor allem im Louvre selbst ist die Lagerung nicht ohne Risiko, da sie hier von den häufigen Hochwassern der Seine bedroht sind. Zudem ist die dezentrale Aufbewahrung der vielen Kunstgegenstände und Kunstwerke aufwendig und ihrerseits problematisch.

Betonbunker für 60 Millionen

Doch nun weiht das Museum in Liévin bei Lens, im Norden von Frankreich, einen riesigen Kunstbunker ein, worin bis ins Jahr 2024 rund 250'000 Werke umziehen werden. Der Betonbunker ist 18'500 Quadratmeter gross und wurde vom renommierten britischen Architektenbüro Roger Stirk Harbour + Partners entworfen. Die Kosten für den Bau betragen rund 60 Millionen Euro beziffert.

Bereits im Oktober werden die ersten Werke eingelagert. Danach folgt mit dem Wechsel der Gemälde, Skulpturen, Tapisserien und archäologischen Objekte nach Liévin einer der bedeutendsten Kunstumzüge Frankreichs.

Der Standort ist mit Bedacht gewählt: Der Ort liegt nur wenige hundert Meter von der Stadt Lens entfernt. Hier hat der Louvre im Dezember 2012 seine Dependance «Louvre Lens» eröffnet. (MGT/bk)