Lewa-Savanne: Wo sich Giraffe und Nashorn Gute Nacht sagen

Teaserbild-Quelle: Zoo Zürich, Marco Schaffner
Wo sich Giraffe und Nashorn Gute Nacht sagen

Wenn morgen der Zoo Zürich nach zwölfwöchiger Corona-Pause wieder Besucher empfängt, gibt es Neues zu entdecken: die kürzlich fertig gestellte Lewa Savanne. Neben Giraffen und Nashörnern sind hier auch kleinere Bewohner zu Hause, zum Beispiel Nacktmulle und Erdmännchen.


Mit einer Fläche von 5,6 Hektaren ist die Lewa-Savanne die grösste Anlage des Zoos. Nach der Masoala-Halle und dem Kaeng-Krachan-Elefantenpark ist sie das dritte Schlüsselprojekt des Masterplans, mit dem sich der Zoo kontinuierlich weiter entwickeln will. Künftige Projekte sind –nebst der Zooseilbahn – unter anderem eine Voliere für Bewohner aus dem Pantanal, eine Anlage für Orang-Utans und eine weitere für Gorillas.

In der Landschaft aus der Feder der Vetschpartner Landschaftsarchitekten und L3P Architekten tummeln sich verschiedenste Tiere, von der Netzgiraffe über das Breitmaulnashorn bis hin zum Erdmännchen, der Tüpfelhyäne oder dem Stachelschwein. Wie der Zoo mitteilt, soll die neue Anlage für die Bedrohung der Artenvielfalt sensibilisieren. Namenspate der Savanne auf dem Zürichberg ist das Lewa Wildlife Conservancy in Kenia, ein zum Unesco-Weltnaturerbe gehörendes Reservat. – Sie ist wie alle bisherigen Tieranlagenprojekte des Zoos vollständig über Spenden finanziert worden, die Kosten belaufen sich auf 56 Millionen Franken.

Ein künstlicher Baobab

Die Entdeckungstour durch die Lewa-Savanne startet beim Elefantenpark: Den Anfang macht eine begehbare Voliere mit Graupapageien. Von dort führt ein Weg durch eine Schlucht ins Giraffenhaus, oder vielmehr in den Innenbereich der Netzgiraffen und Breitmaulnashörner. Damit die Besucher sowohl der Giraffe als auch dem Nashorn „auf Augenhöhe“ begegnen können, erstreckt er sich über zwei Ebenen. Die Nacktmulle, die ebenfalls hier untergebracht sind, und in der freien Natur in komplexen Gangsystemen unter dem Boden hausen, lassen sich über spezielle Gucklöcher beobachten.

Verlässt man diesen Bereich, gelangt man zu einem vier Baobabs. Allerdings: Was täuschend echt aussieht dient als Futterautomat für die Bewohner der Anlage.

 

Hinter dem künstlichen Gewächs führt ein Steg ein Stück weit in die Savanne hinein und wo mit der Erdmännchen-Anlage eine weitere Attraktion wartet, bevor es zum Lewa-Dorf geht. Nebst Informationen zu nachhaltigem Tourismus gibt es eine Hommage an Bernhard Grizmek: Auf dem kleinen Flugplatz, der ebenfalls Teil des Dorfes ist, steht eine Nachbildung des Serengeti-Flugzeugs des deutschen Zoologen und Tierfilmers. Während daneben Dahomey-Rinder weiden, lädt ein Picknickplatz lädt zum Verweilen ein.

Der Besucherweg führt schliesslich zu den Kopjefelsen, den mächtigen afrikanischen Inselbergen, die gut sichtbar im Südosten der Anlage aufragen. Hier sind weitere Tiere zu Hause, Stachelschweine, Spaltenschildkröten, Felsenschildechsen und die Tüpfelhyänen. (mai/mgt)

Tiere der Lewa-Savanne (Bilderstrecke)

Vor rund einem Jahr war das Baublatt auf der Baustelle der Sewa-Savanne unterwegs. Lesen Sie die Reportage "Eine Savanne im Bau" hier.