3D-Druck-Lebkuchenhaus: Knusper, knusper Microhäuschen

Teaserbild-Quelle: McMaster University
Knusper, knusper Microhäuschen

Kleiner, noch kleiner und am allerkleinsten: Travis Casagrande ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Kanadischen Zentrums für Elektronenmikroskopie an der McMaster University und hat aus Silikon ein mikroskopisch winziges Lebkuchenhäuschen gebastelt. Mit demselben Durchmesser wie ein menschliches Haar ist es laut Medienmitteilung der Universität das kleinste Lebkuchenhaus der Welt.

Nano-Lebkuchenhaus.
Quelle: 
McMaster University

Von blossem Auge nicht zu sehen: das offenbar winzigste Lebkuchenhaus der Welt.

Obwohl es nicht aus Mehl, Zucker und Gewürzen besteht, sieht es dennoch wie eines aus: Es hat aufgemalte Ziegel und ist mit Tannenbaum und Adventskranz versehen. Zudem liegt vor der Haustüre eine mit der Kanadaflagge verzierte Fussmatte. Auch sein Standort ist speziell. Es befindet sich auf dem Kopf eines Schneemannes, den der Casagrande aus einem Material hergestellt hat, das in der Lithium-Ionen-Forschung eingesetzt wird.

Möglich war die Kreation Dank einem Elektronenmikroskop, das sonst in der Materialforschung angewandt wird. Weil man damit extrem vergrössern kann, konnte Casagrande mit seiner Hilfe mit einem Strahl geladener Galliumionen das Häuschen aus dem Silikon fräsen.

Casagrande will das Häuschen nicht nur als charmante Spielerei verstanden haben. „Ich denke, Projekte wie dieses wecken die Neugier der Wissenschaft.“ Es sei wichtig sowohl Kinder als auch Erwachsene für die Wissenschaft zu interessieren. Und dies wiederum sorge allgemein für mehr naturwissenschaftliches Wissen, was dabei helfe, bessere Entscheidungen zu treffen. (mai/mgt)