Klanghaus Toggenburg: Architektenwechsel und verzögerter Baustart

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Der Bau des Klanghauses im Toggenburg wird sich um ein Jahr verzögern. Der Bau soll nun erst 2024 eröffnet werden. Der Grund ist der Wechsel des ausführenden Architekturbüros.

Das ursprüngliche Projekt für das Klanghaus Toggenburg am Schwendisee in Wildhaus-Alt St. Johann.
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Das ursprüngliche Projekt für das Klanghaus Toggenburg am Schwendisee in Wildhaus-Alt St. Johann.

Die Abklärungen für einen Architektenwechsel hätten Zeit beansprucht, deshalb verzögere sich der Baustart um ein Jahr, teilte das St. Galler Baudepartement am Dienstag mit. Die Umsetzung des Vorhabens sei an die Architektin Astrid Staufer aus dem Büro Staufer und Hasler in Frauenfeld übertragen worden. Der Entwurf für den Holzbau stammte vom Zürcher Büro Meili und Peter Architekten.

Das Klanghaus am Schwendisee hat schon eine längere Geschichte hinter sich –  dabei wurde mit dem Bau noch nicht einmal begonnen. Ursprünglich wollte die St. Galler Regierung den Auftrag direkt an Peter Zumthor vergeben, musste dann aber nach Kritik der Architekturverbände und einer Beschwerde vor Verwaltungsgericht umschwenken. Schliesslich wurde ein Thesenwettbewerb ausgeschrieben, an dem Zumthor nicht teilnahm.

Siegerprojekt 2010 erkoren

Aus 91 Bewerbungen wurden sechs renommierte Architekten-Teams aus dem In- und Ausland ausgewählt. 2010 waren es dann die Zürcher Architekten Marcel Meili und Markus Peter, die die Ausschreibung gewannen. Aus ihrem Entwurf wurde später das Modell gebaut, das bei der Beratung im Kantonsrat und auf Fotos beim Entscheid an der Urne zu sehen war.

Es folgte der lange politische Entscheidungsprozess: 2016 scheiterte eine erste Bauvorlage in der Schlussabstimmung im Kantonsrat. Danach wurde die Finanzierung verändert. Im Juni 2019 bewilligten dann die Stimmberechtigten das Projekt, das den Kanton 22,3 Millionen Franken kosten wird. Ein Million Franken wird die Stiftung Klangwelt Toggenburg beisteuern.

Architekt Marcel Meili verstorben

Im März 2019 starb Marcel Meili. Das Architekturbüro in Zürich gibt es allerdings weiterhin. Nun werde Astrid Staufer das Bauvorhaben «im Sinn und Geist von Marcel Meili» umsetzen, heisst es in der Mitteilung des Kantons. Meili habe das Klanghaus 2010 in vertraglicher Zusammenarbeit mit Astrid Staufer entwickelt. Der zuständige Projektleiter im Hochbauamt war am Dienstag für Keystone-SDA nicht erreichbar.

Wie geht es weiter? Die Baugesuche für den Bau der Strasse und des Klanghauses werden im Herbst 2020 eingereicht. Voraussichtlich 2024 – ein Jahr später als geplant – will dann der Kanton zusammen mit der Stiftung Klangwelt das Klanghaus eröffnen. (sda/pb)