Baubewilligung für Altlastensanierung von Schiessanlage Rehhag erteilt

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Die Oberfläche der stillgelegten Schiessanlage Rehhag in Bümpliz muss in Bezug auf Altlasten saniert werden. Die entsprechende Baubewilligung wurde am Dienstag erteilt. Die Arbeiten beginnen noch im März und werden bis Mitte Mai 2020 andauern.

Stillgelegte Schiessanlage Rehhag in Bümpliz
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Die einstige Schiessanlage Rehhag in Bümpliz liegt in einem Waldstück, dessen Bäume für die Sanierung gefällt werden müssen.

Zwischen 1861 und 1964 wurde in Rehhag in Bümpliz ein Schiessplatz betrieben. Untersuchungen des Bodens zeigten, dass insbesondere der Bereich des ehemaligen Kugelfangs im Untergrund mässig bis stark mit Blei belastet ist. Damit das belastete Material mit der Zeit nicht an die Oberfläche gelangt, soll nun eine Fläche von rund 5000 Quadratmetern mit einer neuen 60 Zentimeter starken Erdschicht überdeckt werden.

In einem ersten Schritt müssen im Waldstück, in dem sich die Schiessanlage befand, alle Bäume gefällt werden, wie die Stadt Bern am Dienstag mitteilte. Danach werde die zusätzliche Erdschicht eingebracht und die gesamte Fläche anschliessend wieder aufgeforstet. Das Vorgehen entspreche den Vorgaben des Kantonalen Amts für Wasser und Abfall (AWA) und wurde in Absprache mit der Quartierkommission festgelegt.

Drei Jahre gegen Neophyten

Während des Einbringens der zusätzlichen Erdschicht ab Anfang April bis Mitte Mai 2020 wird ein Stück des Weges entlang des Waldes blockiert sein. Das neu eingebrachte Material müsse sich über ein Jahr setzen, bevor die gesamte Fläche wieder bepflanzt werden könne. Die neuen Bäume werden dementsprechend voraussichtlich im Mai 2021 gesetzt. Danach müsse die Konkurrenzflora und die Neophyten auf dem Gebiet während drei Jahren bekämpft werden, wie die Stadt weiter mitteilte.

500‘000 Franken für Sanierung

Aufgrund der bestehenden kantonal- und bundesrechtlichen Sanierungsvorgaben ist die Stadt Bern verpflichtet, die Sanierung des ehemaligen Kugelfangs durchzuführen. Die Kosten der Sanierung betragen rund 500'000 Franken und werden von Bund und Kanton mitfinanziert. Der Kostenanteil der Stadt Bern beträgt rund 70’000 Franken. Mit der Sanierung der Anlage im Rehhag wird die letzte stillgelegte Schiessanlage in der Stadt Bern saniert sein. (mgt/pb)