15:03 BAUPROJEKTE

ETH-Studie: Mehr Wasser aus Speicherseen für die Energiewende

Autoren: Ben Kron (bk)
Teaserbild-Quelle: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Comet Photo AG, Zürich

Der Bund setzt für die Ziele seiner «Energiestrategie 2050» unter anderem auf mehr Stromproduktion aus Wasserkraft. Eine ETH-Studie zeigt nun aber auf, dass das Ausbaupotenzial dieser erneuerbaren Energiequelle allein nicht ausreichen wird.

Speicherseen Marmorera-Stausee

Quelle: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Comet Photo AG Zürich)

Bivio und der Marmorera-Stausee: Viele Staumauern in der Schweiz besitzen eine Reserve, was eine Erhöhung durch simples Aufbetonieren ermöglichen würde.

Aargau, Glarus, Obwalden und Schwyz: Diese vier Kantone lehnten 2017 als einzige die Energiestrategie 2050 des Bundes ab. Die Mehrheit des Stimmvolkes sagte Ja zur Wende in der Energiepolitik und zum Massnahmenpaket, mit dem der Ausstieg aus der Atomenergie erreicht werden soll: die Senkung der Kohlendioxydemissionen, die langfristige Versorgung mit Strom und die Loslösung vom Import von Strom sowie von fossilen Energieträgern.

Der Ausstieg aus der Kernenergie ist also Tatsache und hat mit der Schliessung des AKW Mühleberg bereits einen ersten Meilenstein zu verzeichnen. Doch der Ersatz dieser Stromproduktion ist keine Kleinigkeit, wie ein Blick auf die Statistik zeigt: 35 Prozent des im Inland produzierten Stroms stammen heute aus Kernkraftwerken.

Wie diese drohende Stromlücke zu schliessen ist, erläuterte das Bundesamt für Energie (BfE) kürzlich in einem Papier mit dem Titel «Energieperspektiven». Biogas, Wärmepumpen und Solarpanels sollen es richten, wobei vor allem bei letzterem eine Anbauschlacht von Wahlen’scher Dimension nötig wäre. Konkret müsste das Ausbautempo bei den Photovoltaikanlagen vervierfacht werden, um das Ziel des BfE zu erreichen: 2050 soll die Solarenergie 40 Prozent zum Strommix beitragen. 2019 waren es knapp drei Prozent.

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