Weitere Einsprache gegen Sanierung auf Federer-Baustelle am See

Teaserbild-Quelle: Claudia Bertoldi

Die Gewässerschutzorganisation Aqua Viva hat gegen eine Altlastensanierung auf dem Baugrundstück von Tennisprofi Roger Federer in Rapperswil-Jona Einsprache erhoben. Aqua Viva will damit den Schutz des Zürichsees und des Seeufers sicherstellen.

Anwesen Roger Federer am Zürisee
Quelle: 
Claudia Bertoldi

Die Baustelle für das neue Anwesen von Roger Federer in Rapperswil-Jona wird von hohen Bauzäunen abgeschirmt.

Die Bauverwaltung der Stadt Rapperswil-Jona bestätigte am Dienstag entsprechende Medienberichte. Roger und Mirka Federer bauen derzeit auf einem 16'000 Quadratmeter grossen Grundstück am See in der Kemprater Bucht ein Haus. Eine Altlastensanierung wegen Schutts einer ehemaligen Ziegelei verzögert das Projekt.

Unterlagen seien lückenhaft

Gegen diese Sanierung hat die Gewässerschutzorganisation Aqua Viva bei der Stadt Rapperswil-Jona eine Einsprache eingereicht. Sie macht damit vom Verbandsbeschwerderecht Gebrauch. Die von der Bauherrschaft eingereichten Unterlagen seien lückenhaft, begründete Aqua Viva den Schritt.

Eine Altlastensanierung könne im See und im Uferbereich eine Gefährdung darstellen. Mit der Einsprache wolle man den Schutz des Gewässers und des Seeufers sicherstellen. Die Sache ist derzeit bei der Bauverwaltung hängig.

Erste Einsprache zurückgezogen

Eine weitere Einsprache des Vereins Rives Publiques gegen die Altlastensanierung wurde zurückgezogen. Der Westschweizer Verein, der sich in der ganzen Schweiz für durchgehend öffentliche Seeuferwege einsetzt, will dieses Ziel aber auch in Rapperswil-Jona weiterverfolgen. Rives Publiques hat in Rapperswil-Jona kein Verbandsbeschwerderecht. (sda/pb)