10:06 BAUPROJEKTE

Claraturm in Basel: Wohnen mit Weitsicht

Teaserbild-Quelle: UBS

Trotz Pandemie und Lockdowns konnte der Claraturm bei der Messe Basel Anfang März termingerecht seine Aufrichte feiern. Per 1. November 2021 sollen alle Räume bezugsbereit sein. Das Gebäude dient fast ausschliesslich dem Wohnen und leistet einen Beitrag zur innerstädtischen Verdichtung – inklusive Swimming Pool in luftiger Höhe.

Claraturm 1

Quelle: Manuel Pestalozzi

Am Riehenring steht der Claraturm den Messehallen gegenüber.

Ende März hatte der Claraturm am Basler Messeplatz seine volle Höhe von 96 Metern erreicht. Die Fassade aus Glas und dunkelbraun eloxiertem Aluminiumblech war fast vollständig montiert. Sie stammt aus China. «Den Windschutz in den obersten Geschossen werden wir demnächst entfernen», versichert Roger Seiler, Gesamtprojektleiter der Totalunternehmung Halter AG, die gemeinsam mit der Bauherrschaft UBS Asset Management zur Führung durch den Claraturm eingeladen hatten. So nähert sich das einst politisch nicht unumstrittene, mit Beschwerden bekämpfte Projekt seiner Vollendung.

Dynamik im Quartier

Das Quartier rund um die Anlagen der Messe Basel hat sich in der Vergangenheit stets dynamisch entwickelt, erinnert Thomas Aegerter, Regionaldirektor Basel der UBS Switzerland AG. In den letzten Jahren haben sich die Perspektiven für das Messegeschäft deutlich verändert – die Anpassungsfähigkeit von Immobilien ist unter diesen Umständen ein wichtiges Qualitätsmerkmal.

Beim Claraturm wurde sie bereits in der Planungsphase auf die Probe gestellt: Neben Wohnungen war auch eine Büronutzung vorgesehen. 2010 fand ein Eigentümerwechsel von der Warteck Invest AG zur Balintra AG statt. Die UBS Asset Management betreut das Projekt für die Balintra AG, eine Immobiliengesellschaft des Immobilienfonds UBS «Sima».

Fortan war bis auf die Gewerbeflächen im Erdgeschoss und das gemäss behördlichen Vorgaben öffentlich zugängliche oberste Turmgeschoss ausschliesslich eine Wohnnutzung vorgesehen. Das Projekt von Morger Partner Architekten aus Basel erwies sich für diesen Nutzungswandel als flexibel genug. Dass bei Hochhäusern tragende und trennende Elemente in der Regel nicht zusammenfallen, mag dieser erwünschten Flexibilität zuträglich sein.

Der Grundriss des Erdgeschosses ist L-förmig. Der Turm in der Ecke Clarastrasse /Riehenring geht nahtlos in einen fünfgeschossigen Annexbau über, der sich dem Riehenring entlangzieht und anschliessend um die Ecke einige Meter in die Drahtzugstrasse hineingeführt wird. Der Neu-bau bildet den nordöstlichen Abschluss eines geschlossenen Blockrands.

An der Clarastrasse öffnet sich nun neu ein schmaler, halböffentlicher Durchgang in den Hof. Dieser wird zu einem kleinen begrünten Park mit geschwungenen Sitzbänken, einem Kinderspielplatz und einem Veloparking umgestaltet. Am Hofraum sind auch die beiden Nachbarliegenschaftenbeteiligt, die derselben Eigentümerin gehören. Die Eingangszonen des Turms am Riehenring und des Annexbaus an der Drahtzugstrasse reichen quer durch das Volumen bis zu diesem rückwärtigen Aussenbereich. Die Anbindungen an die Umgebung sind somit vielseitig und ermöglichen verschiedene Wegvarianten ins Quartier.

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