Bundesrat schliesst Autobahnnetz

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Bundesrat schliesst Autobahnnetz
Stau am Nordring in Zürich (Gubrist West).
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Stau am Nordring in Zürich (Gubrist West).

Der Bunderat hat in seiner heutigen Sitzung das zehnte Bauprogramm für die Fertigstellung des Autobahnnetzes gutgeheissen. In den nächsten 4 Jahren fliessen im Schnitt 268 Millionen Franken in diverse Projekte.

Das fertige Schweizer Nationalstrassennetz wird dereinst genau 1892,5 Kilometer lang sein. Hierfür fehlen im Moment noch 33,6 Kilometer. Lücken bestehen vor allem bei der A9 im Wallis und der A4 in den Kantonen Uri und Schwyz.

In den nächsten Jahren sollen deshalb durchschnittlich pro Jahr 268 Millionen Franken in die Fertigstellung des Netzes fliessen. Das entsprechende Bauprogramm hat der Bundesrat heute gutgeheissen, worauf es auch vom Verkehrsdepartement genehmigt wurde.

60 Prozent ins Wallis

Fast 60 Prozent der Gelder gehen ins Wallis in die Fertigstellung der A9. Hier sollen bis 2021 die fehlenden Teilstücke zwischen Sierre und Visp eröffnet werden. Das zweite grosste Projekt ist die neue Axenstrassen in der Zentralschweiz, wo der Bundesrat nun auch investieren will.

Die Ausgaben für den Nationalstrassenbau sehen gemäss Planung im Detail folgendermassen aus:

  • 2020: 190 Mio. Franken
  • 2021: 237 Mio. Franken
  • 2022: 315 Mio. Franken
  • 2023: 333 Mio. Franken

Der Magistrat erinnert indes daran, dass zu verschiedenen Bauvorhaben noch immer kein genehmigtes generelles Projekt existiert. Unsicherheiten bezüglich Kosten und Realisierungshorizont bestünden bei den Abschnitten «Stadttunnel Zürich Letten-Irchel» und «Bahnhof – Gellertdreieck Basel» sowie «Jenaz – Dalvazza». Auch für den «Scheiteltunnel Brünig» wurde bisher kein generelles Projekt erarbeitet. Für den Westast der A5 in Biel besteht seit mehreren Jahren ein vom Bundesrat genehmigtes generelles Projekt, aktuell sind die Arbeiten aber sistiert.

Projekte der Netzfertigstellung werden durch die jeweiligen Standortkantone realisiert. Sie übernehmen die Federführung und die Bauherrenrolle und leisten eine Teilfinanzierung. Der Bund bezahlt den grössten Teil der Netzfertigstellungsprojekte und hat die Oberaufsicht. (mgt/bk)