Bauarbeiten bei Kraftwerk Nant de Drance auf Kurs

Teaserbild-Quelle: zvg Alpiq - Sébastien Moret

Bei den Bauarbeiten im Pumpspeicherkraftwerk Nant de Drance im Wallis wird mit der Flutung der beiden Triebwasserwege bald ein neuer Meilenstein erreicht. Letztere bilden wesentliche Elemente für die hydraulische Stromerzeugung. Das Kraftwerk soll 2021 voll in Betrieb sein. 

Vertikalschacht Kraftwerk Nant de Drance
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zvg Alpiq - Sébastien Moret

Vertikalschacht im Kraftwerk Nant de Drance: Ab Ende November werden diese schrittweise zum ersten Mal geflutet.

Die Triebwasserwege verbinden den oberen Stausee Vieux Emosson mit dem tiefergelegenen Stausee Emosson, dazu gehören auch die beiden über 425 Meter hohen Vertikalschächte. Ab Ende November werden die Wasserwege nach letzten Sicherheitstests schrittweise zum ersten Mal geflutet, wie die Nant de Drance SA am Dienstag mitteilte.

Eine erste Flutung werde bis auf das Niveau des unteren Speicherbeckens reichen und für Dichtigkeits- und Funktionstests insbesondere an den Hauptschiebern dienen. Anschliessend würden beide Druckschächte gleichzeitig bis auf das obere Niveau, also bis zum Wasserstand des oberen Stausees Vieux Emosson, gefüllt. Dieser Wasserstand werde für mehrere Wochen beibehalten, bis die Stabilität des umliegenden Gesteins sichergestellt sei.

Ab Anfang 2020 folgen dann diverse mechanische und elektrische Prüfprogramme und Nasstests der sechs Maschinengruppen. Um einen reibungslosen Betrieb der Maschinen zu gewährleisten, werden diese Versuchs- und Messreihen mehrere Monate andauern, wie die Nant de Drance SA weiter mitteilte. Die sechs Pumbturbinen mit jeweils 150 MW Leistung werden schrittweise in Betrieb genommen. Damit soll das Kraftwerk dann ab dem dritten Quartal 2021 voll einsatzfähig sein.

900 MW Leistung

Rund zwei Milliarden Franken investieren die Aktionäre der Nant de Drance SA in den Bau des Pumpspeicherkraftwerks, das bald mit einer Leistung von 900 MW innert kürzester Zeit Strom produzieren und speichern soll. Das Kraftwerk Nant de Drance leiste damit einen wichtigen Beitrag zur Stabilität des Stromnetztes auf europäischer Ebene und zu Gewährleistung der Versorgungssicherheit in der Schweiz.

Für den Bau, die Inbetriebnahme und den Betrieb des Pumpspeicherkraftwerks ist Nant de Drance SA, bestehend aus den Partnern Alpiq (39 %), SBB (36 %), IWB (15 %) und FMV (10 %), zuständig. (pd/pb)