Augusta Raurica: Bauen über Ruinen

Teaserbild-Quelle: Karamuk Kuo Architekten

Mit der Grundsteinlegung wurden in Augst BL die Bauarbeiten für das neue Sammlungszentrum Augusta Raurica gestartet. Um die im Boden verborgenen Ruinen für künftige Generationen zu erhalten, wird über die Ruinen hinweg und ohne wesentliche Eingriffe in den Boden gebaut, wie die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion mitteilt.

So wurde der Grundstein für einmal nicht in der Tiefe einer Baugrube, sondern erhöht auf einer Aufschüttung über der antiken Unterwelt gelegt. Mit dem neuen Sammlungszentrum werden die Arbeitsplätze und Funddepots der Römerstadt Augusta Raurica in Augst zusammengeführt. Das Siegerprojekt «Dr. Jones» aus der Feder des Zürcher Büros Karamuk Kuo Architekten wird aus Kostengründen in zwei Etappen umgesetzt.

Der Trakt für die Arbeitsplätze für rund 19,3 Millionen Franken soll 2021 bezugsbereit sein. Im fliessenden Übergang ist der Baubeginn für das rund 15,2 Millionen Franken teure Funddepot geplant, das ab 2022 die 1,8 Millionen inventarisierten Fundstücke beherbergen wird. Die entsprechenden Ausgaben hat der Landrat in den Jahren 2017 und 2019 bewilligt. Bereits 2013 hatte das Volk in einer von SVP und FDP angestossenen Referendumsabstimmung den Bau des Sammlungszentrums gutgeheissen.

Die Römerstadt Augusta Raurica hat die Aufgabe, die römische Koloniestadt in Augst und Kaiseraugst AG als ein Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung für die Nachwelt zu erhalten. Zu diesem Zweck werden die antiken Funde und Denkmäler wissenschaftlich bearbeitet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. (bb)