Amtshaus Walche in Zürich kann saniert werden

Teaserbild-Quelle: Fabien Schwartz
Amtshaus Walche wird saniert

Das fünfstöckige Amtshaus Walche soll für 87,4 Millionen Franken saniert, umgebaut und aufgestockt werden. Während der Umbauzeit ist ein Provisorium in der Limmat vorgesehen. Das Stadtparlament hat den entsprechenden Kredit bewilligt.

Das Amtshaus Walche wurde 1932/33 erstellt und muss unter laufendem Betrieb umfassend saniert werden. Für die Instandsetzung hat der Stadtrat bereits gebundene Ausgaben von 72,744 Millionen Franken bewilligt.

Für die Aufstockung und weitere Massnahmen hat er dem Gemeinderat einen Objektkredit von 14,624 Millionen Franken beantragt. Dieser wurde am Mittwochabend einstimmig und praktisch diskussionslos angenommen.

Mit dem Um- und Ausbau wird die Anzahl Büroarbeitsplätze von 300 auf 400 erhöht. Mit wenigen Ausnahmen werden alle Büroarbeitsplätze gemäss dem Bürokonzept worksmart@zuerich zum mobil-flexiblen Arbeiten eingerichtet. Das Amtshaus Walche wäre das erste Gebäude, in dem das neue Bürokonzept für eine effizientere Raumnutzung umgesetzt wird.

Genau hinter die Raumnutzung setzte am Mittwoch die GLP ein Fragezeichen. Für sie sei die Flächenentwicklung nicht nachvollziehbar. Da werde man genau hinschauen im Laufe des Projekts und auch einen Bericht verlangen, sagte eine Sprecherin. Vielleicht sei die Aufstockung ja nicht so sinnvoll.

Provisorium in der Limmat

Während die Rettungsfahrzeuge von Schutz & Rettung Zürich über die gesamte Bauzeit in den Fahrzeughallen des Amtshauses verbleiben, werden die dazugehörenden Arbeitsplätze, Garderoben, Ruhe- und Aufenthaltsräume in einem Provisorium untergebracht.

Das dreistöckige Provisorium soll auf einer Pfahlkonstruktion in der Limmat stehen, am Neumühlequai gegenüber dem Amtshaus. Aus betrieblichen Gründen muss das Provisorium in der Nähe der Fahrzeughalle stehen. Denn die Leute müssen bei einem Alarm innert 90 Sekunden in den Einsatzfahrzeugen sitzen, sagte ein Sprecher im Rat. Darum komme nur ein Provisorium im Fluss in Frage.

Nachdem der Gemeinderat den Kredit abgesegnet hat, wird das Provisorium Anfang 2020 erstellt. Der Amtshausumbau soll im Herbst 2020 beginnen und Mitte 2023 abgeschlossen sein. Dann wird auch der Pfahlbau im Fluss wieder abtauchen. (sda/pb)